Forscher der Garchinger Neutronenquelle untersuchen Energiespeicherung für Solar- und Windstrom

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So genannte Power-Akkus sollen künftig Solar- und Windstrom speichern und helfen, von „Wetterkapriolen“ unabhängiger zu werden, berichtet das bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in einer Pressemitteilung. Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard informierte sich bei den Forschern der Garchinger Hochflussneutronenquelle über diese neuartigen Speicherkonzepte. Die Garchinger Forscher untersuchen unter anderem neue Materialien und Werkstoffe für die Energiespeicherung. Bisher sei gerade die Speicherung von Solar- und Windenergie hoch problematisch, so der Minister. „Der Wind bläst nun mal nur, wenn er will, und trübes Regenwetter verhagelt oftmals die Solarstrom-Ausbeute. Immer noch gleichen CO2-intensive Kohlekraftwerke dieses aufgrund der zeitlichen Schwankungen unberechenbare Stromangebot aus. Deshalb müssen Sonnen- und Windstrom speicherbar werden“, erklärte Bernhard.

Energiespeicher auf Herz und Nieren durchleuchten
Mit der Garchinger Neutronenquelle lassen sich die elektrochemischen Prozesse leistungsstarker und langlebiger Akkus, Batterien und Energiespeicher auf Herz und Nieren durchleuchten. „Die einzigartigen Eigenschaften der Neutronenstrahlung eröffnen erst die Möglichkeit, die Struktur dieser Materialen mit der geforderten Präzision aufzuzeigen – eine der wesentlichen Voraussetzungen, um geeignete Werkstoffe nach Maß zu erarbeiten“, so Otmar Bernhard. Die Neutronenstrahlung ermögliche die Untersuchung der stofflichen Eigenschaften und damit die Optimierung beispielsweise der elektrischen Leit- und Speicherfähigkeit verschiedener Metall-Legierungen.

24.03.2008 | Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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