Statistik belegt Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien

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Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern wird seit den 1990er Jahren staatlich gefördert, zuletzt durch das am 01.08.2004 in Kraft getretene Gesetz, das den Erneuerbaren Energien einen Vorrang einräumt (Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz: EEG). Zu den erneuerbaren Energieträgern gehören die Wasserkraft, die Windenergie, Solarstrom und Solarwärme, die Umgebungswärme, die Biomasse und die Erdwärme. Dank der äußerst günstigen Rahmenbedingungen für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern hat Deutschland das von der EU vorgegebene und im EEG fixierte Ziel, den Anteil des Stroms aus Erneuerbaren im Jahr 2010 auf 12,5% zu steigern, bereits jetzt erreicht, berichtet das Statistische Bundesamt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist nach ersten vorläufigen Berechnungen 2007 auf 14,1 % gewachsen. Im Jahr 1991 betrug dieser Anteil – fast ausschließlich durch regenerative Wasserkraft erzeugt – nur 3,6%.
Insgesamt hat sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 17,5 Terawattstunden (TWh = Milliarden Kilowattstunden) im Jahr 1991 auf 87 TWh im Jahr 2007 verfünffacht.

Windenergie liefert 6,2 % der gesamten Stromproduktion
Das stärkste Wachstum verzeichnete in den betrachteten Jahren die Windenergie. Mit 22,3 Gigawatt (GW) installierter Leistung im Jahr 2007 liegt Deutschland weltweit vorn; 39,5 TWh Strom haben diese Anlagen produziert, das sind 6,2 % der gesamten Stromerzeugung. Regionale Schwerpunkte des Ausbaus lagen in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

Solarstrom-Produktion verdreifacht
Biomasse liefert mit 19,5 TWh oder 3,1 % einen wichtigen Beitrag zur sicheren Elektrizitätsversorgung. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie mit Solarzellen (Photovoltaik) hat sich durch die Förderung im Rahmen des EEG innerhalb weniger Jahre verdreifacht. Gut 3 TWh Solarstrom wurde 2007 erzeugt. Umgebungswärme und Geothermie erreichten 2007 erst einen Anteil von unter 0,1 % an der Stromerzeugung.

27,5 TWh Strom aus Wasserkraft
Die energetische Nutzung der Wasserkraft ist vom natürlichen Angebot im jeweiligen Wassereinzugsgebiet und der Jahreszeit abhängig. Insofern seien Vergleiche nur bedingt aussagefähig, betont das Statistische Bundesamt. Der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung lag 1991 mit 19,2 TWh bei 3,6 % und stieg 2007 auf 27,5 TWh oder 4,3 %. Die Bruttostromerzeugung aus erneuerbarer Wasserkraft, das heißt aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss, betrug im vergangenen Jahr 20,7 TWh oder 3,3 %. In den letzten Jahren wurde nur ein geringer Zubau realisiert, primär im Bereich der Kleinwasserkraft und durch Modernisierung bestehender Anlagen.

27.03.2008 | Quelle: Statistisches Bundesamt | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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