VDE-Institut und Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme kooperieren bei Photovoltaik-Prüfungen

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Das VDE-Institut und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) testen ab sofort gemeinsam Photovoltaik-Module im ISE-Testzentrum in Freiburg, berichtet der VDE in einer Pressemitteilung. Das VDE-Institut übernehme dabei die Sicherheitsprüfungen und Zertifizierung nach anerkannten Normen und Standards, während das ISE die Gebrauchstauglichkeits-Prüfungen durchführt. Da die Solaranlagen auf dem Dach extremen Wetterbedingungen standhalten müssen, werden sie in den Prüflabors auf ihre Tauglichkeit bei Wind und Wetter getestet. Im Zeitraffer werden sie dabei Kälte, Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt und außerdem auf ihre elektrische Sicherheit überprüft. Auch bei der Weiterentwicklung relevanter Normen wollen VDE und ISE noch enger zusammenarbeiten.

Die Normung für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik erfolgt durch die im VDE angesiedelte Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE). Neben der Prüfung von Photovoltaik-Modulen umfasst das Leistungsspektrum des VDE-Instituts auch die Beurteilung und Zertifizierung von Wechselrichtern, Komponenten und vollständigen Anlagen.

Statistisch repräsentative Prüfung der Solarmodule im ISE-Kalibrierlabor
Das Photovoltaik-Kalibrierlabor des Fraunhofer ISE (ISE CalLab) zählt mit seinen Messdienstleistungen seit 1986 zu den führenden Labors weltweit. Statistische Werte aus der Modulkalibrierung des ISE zeigen, dass über die Hälfte der Module um mehr als 5 % unter der Nennleistung liegen. Nicht immer halten die gelieferten Komponenten die angebotenen Spezifikationen ein. Für Investoren und Betreiber bietet das ISE daher eine statistisch repräsentative Prüfung der Solarmodule in seinem Kalibrierlabor an. Damit könne sichergestellt werden, dass die gelieferten Module im Durchschnitt tatsächlich die Leistung liefern, mit der die Rendite berechnet wurde. Ein Test, der sich rechne, denn über eine Betriebszeit von 20 Jahren bedeute ein Prozent geringere Modulleistung bei einer Megawattanlage bereits einen Verlust von rund 100.000 Euro.

05.08.2008 | Quelle: VDE-Institut; Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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