LG Electronics and Conergy wollen künftig gemeinsam Solarmodule produzieren

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Das Hamburger Solar-Unternehmen Conergy AG, Anbieter von Photovoltaik-Systemintegration und die koreanische LG Electronics (LG), einer der weltgrößten Hersteller von Unterhaltungselektronik, haben eine Absichtserklärung unterzeichnet (“memorandum of understanding”) über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Herstellung von Solarmodulen. Demnach würde LG einen Anteil von 75 % an der Solarmodul-Fertigung von Conergy im brandenburgischen Frankfurt (Oder) erwerben. Bei Conergy würden 25 % der Anteile verbleiben. Das Werk wird zurzeit hochgefahren. LG und Conergy erwarten, dass das Joint Venture bis zum Ende des Jahres wirksam wird, heißt es in der Pressemitteilung der Conergy AG.
LG soll mit umfangreichen Erfahrungen in der Forschung und Entwicklung zu dem Gemeinschaftsunternehmen beitragen, speziell mit seiner langjährigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zu Photovoltaik-Technologien. Außerdem sei vorgesehen, dass LG seine marktführende Expertise in der Massenfertigung in das Joint Venture einbringen wird, über die LG beispielsweise bei Flachbildschirmen verfügt. Conergy, als führender Photovoltaik-Systemintegrator, will seinen Kunden-Zugang über den Vertrieb in über 20 Ländern auf fünf Kontinenten einbringen.

Strategisches Bündnis soll Position als führender Anbieter im Photovoltaikmarkt stärken
Für Conergy wäre das Joint Venture ein weiterer Schritt auf dem Weg, sich auf das Downstream-Geschäft zu konzentrieren, heißt es in der Pressemitteilung. Die strategische Zusammenarbeit würde überdies die Technologieführerschaft von Conergy sowie die künftige Verfügbarkeit von Solarmodulen sichern und damit den Weg zu profitablem Wachstum ebnen. “Mit diesem Schritt haben wir die Chance ergriffen, in eine langfristige Zusammenarbeit mit LG Electronics einzutreten. Dieses strategische Bündnis würde uns helfen, unsere Position als führender Anbieter im Photovoltaikmarkt zu stärken. Dies brächte auch unsere Neuausrichtung, mit klarem Fokus auf die Downstream-Aktivitäten, ein erhebliches Stück weiter”, sagte Conergy-Vorstand Dieter Ammer.

Schneller Einstieg von LG in die Solarindustrie
Im November 2006 hatte Conergy mit dem Bau des hochmodernen Solarmodul-Werks in Frankfurt (Oder) begonnen. Derzeit sind dort mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt. Conergy würde dem Werk Silizium zur Verfügung stellen und eine federführende Rolle beim zukünftigen Vertrieb der Module übernehmen. Für LG böte die Solar-Industrie neue Wachstumsmöglichkeiten. LG plant, mit seinem Know-how in der Massenfertigung eines der weltweit führenden Solarunternehmen zu werden. Das Joint Venture mit Conergy biete LG eine hervorragende Gelegenheit, schnell und erfolgreich in die Solarindustrie einzusteigen. “Dies ist eine Gelegenheit, uns von Anfang an als führender Hersteller in der Solarindustrie zu positionieren. Indem wir unsere Technologie und unsere operative Stärken beisteuern würden, könnten wir schneller und kostengünstiger in die Industrie einsteigen als dies über die Akquisition eines Solarmodulherstellers möglich wäre”, sagte Kwan Shik Cho, Leiter des Geschäftsbereiches Solarzellen bei LG. “Zusätzlich erhielten wir mit diesem Joint Venture einen strategischen Vorteil, indem wir den weltweit führenden Downstream-Player, Conergy, als langfristigen Partner gewinnen würden.”
Die Absichtserklärung ist nach Angaben der Unternehmen unverbindlich. Der Abschluss des Vertrags hänge noch von einer Reihe weiterer Bedingungen ab, heißt es in der Pressemitteilung. Es werde erwartet, dass der Vertrag bis Ende des Jahres abgeschlossen wird. Morgan Stanley berät LG Electronics und Jefferies unterstützt Conergy in dieser Transaktion.

11.09.2008 | Quelle: Conergy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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