Sieger des Journalistenpreises „unendlich viel energie“ ausgezeichnet

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Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Journalistenpreis „unendlich viel energie“ für die besten Medienbeiträge über erneuerbare Energien wurde am 16.09.2009 zum dritten Mal verliehen. Die diesjährigen Preisträger in sieben Kategorien sind Nils Husmann (Magazin chrismon); Elke Schulze und Roman Heflik (Stern); Lydia Heller (Deutschlandradio Kultur); die Produzenten Johannes Bünger und Carl A. Fechner (Dokumentation für ZDF/ARTE); der Fotograf Jens Meier (Foto in der Fachzeitschrift neue energie); die Nachwuchsjournalistin Dunja Batarilo sowie Horst Hamm und Christoph Bals für einen Beitrag in der Zeitschrift natur+kosmos. Zur feierlichen Preisverleihung in Berlin sprachen die ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer und Jürgen Trittin. Töpfer ist zugleich Schirmherr des Journalistenpreises „unendlich viel energie“, der einmal jährlich von der Agentur für Erneuerbare Energien verliehen wird.
„Die Medien tragen für eine objektive und zerrfreie Darstellung der Vorteile Erneuerbarer Energien besondere Verantwortung“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Der Journalistenpreis ‚unendlich viel energie‘ honoriert Medienbeiträge, die in hervorragender Weise die Rolle und Bedeutung der Erneuerbaren Energien vermitteln“, so Mayer weiter.

Energieautarkie und Ökostrom
Für die Reportage „Der Stolz von Dardesheim“ im evangelischen Magazin chrismon, Ausgabe 10/2007, erhält Nils Husmann den Preis in der Kategorie Reportage / Portrait (print). Die Jury lobte, der Autor habe das quasi energieautarke Städtchen in Sachsen-Anhalt und seine Bewohner „von innen betrachtet, ohne sich jedoch anzubiedern“ und vergab für diese „klassische Reportage mit spannender Dramaturgie“ Bestwertungen.
In der Kategorie Bericht / Analyse (print) geht der Preis an das Autoren-Duo Elke Schulze und Roman Heflik. Ihr faktenreiches Erklärstück über Ökostrom, Titel: „Komm, wir schalten ein Atomkraftwerk ab“, im Magazin Stern 32/2007 überzeugte die Jury durch sprachliche Qualität, fundierte Recherche und eine „innovative Herangehensweise an das Thema Erneuerbare Energien“.

Energie aus der Erde und aus dem Ozean
Der Siegerbeitrag der Kategorie Hörfunk lief am 22.11.2007 in der Kindersendung „Kakadu“ im Deutschlandradio Kultur. Unter dem Titel: „Von unterirdischen Quellen und heißem Dampf“ wagte sich Autorin Lydia Heller an das komplizierte Thema Geothermie heran. Mit Erfolg: Die Jury würdigte besonders das „unkonventionelle Reportageformat, mit dem die hochkomplexe Materie einfach und großartig für Kinder erklärt wird“. Mit „Stromquelle Meer“ ist dem Produzenten-Duo Johannes Bünger und Carl A. Fechner eine hervorragende Fernsehdokumentation über das Energiepotenzial der Ozeane gelungen. Der für das ZDF produzierte einstündige Film, der am 21.05.2007 auf ARTE gesendet wurde, überzeugt durch „großartige Bilder, phantastisch gedreht und inszeniert“, so die Bewertung der Jury.

Fotopreis für den „Gorilla im Nebel“
Das Foto des Monats in der Fachzeitschrift neue energie, Ausgabe 2/2008, trägt den Titel „Gorilla im Nebel“. Doch Fotograf Jens Meier hat keine Expedition ins Tierreich unternommen, sondern kurzerhand seine Assoziation bei der Aufnahme einer riesigen Windanlage im Morgennebel als Bildtitel verwendet. Die Jury würdigte die „spektakuläre Perspektive“ und die „immensen Vorbereitungen, die zum Entstehen dieses Fotos nötig waren“.

Saubere Geschäfte und erneuerbare Mobilität
Die Nachwuchsjournalistin Dunja Batarilo siegte mit einem Portrait des Photovoltaik-Pioniers und Solon-Mitbegründers Alexander Voigt, das sie ursprünglich für die Übungszeitung der Berliner Journalistenschule verfasst hatte. Der Tagesspiegel publizierte diesen „stilistisch gelungenen Beitrag“ (Jury-Votum) unter der Überschrift „Saubere Geschäfte“ am 30.12.2007. Der in diesem Jahr erstmals verliehene themenbezogene Sonderpreis “ „Erneuerbare Mobilität“ geht an Horst Hamm und Christoph Bals für ihren Beitrag „Die dunkle Seite des Biosprits“ in der Zeitschrift natur+kosmos 8/2007. Lange vor der emotional aufgeladenen Diskussion um „Tank oder Teller“ stellt der Artikel in sachlichem, unaufgeregtem Ton die Chancen und Risiken der Biokraftstoffe dar und nennt politische Handlungsmöglichkeiten, potenzielle „dunkle Seiten“. des Biosprits zu minimieren.
Eine hochkarätige Jury aus Journalisten und Experten hat die Sieger aus mehr als 200 Einsendungen gekürt. Auf jede Kategorie entfällt eine Prämie von je 3.000 Euro, der Sonderpreis „Erneuerbare Mobilität“ ist mit 2.000 Euro dotiert. Mitglieder der Jury waren: Michael Bauchmüller, Redakteur der Süddeutschen Zeitung; Ruth Eichhorn, Director of Photography beim Magazin GEO; Hanno Kautz, Redakteur der BILD-Zeitung; Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie; Hanne May, Chefredakteurin der Fachzeitschrift „neue energie“; Robert Skuppin, Moderator beim RBB, sowie Christian Wulf, Korrespondent beim ARD-Hauptstadtstudio.
Die Preisverleihung wird ermöglicht durch die Unterstützung der Unternehmen: Dresdner Bank AG, Fronius International GmbH, Schmack Biogas AG, SMA Solar Technology AG, systaic AG, VESTAS Deutschland GmbH, VICTORIA Versicherungen und Westerwälder Holzpellets GmbH.
Alle ausgezeichneten Beiträge sind im Internet zugänglich unter: www.unendlich-viel-energie.de/journalistenpreis.

18.09.2008 | Quelle: | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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