Photovoltaik: Erster Bauabschnitt des Solarparks La Corchuela (Spanien) am Netz

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Die Carpevigo AG (Holzkirchen bei München) hat in der spanischen Provinz Extremadura den ersten Bauabschnitt ihres Photovoltaik-Kraftwerks La Corchuela fertig gestellt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Abnahme und offizielle Netzanbindung der Anlage mit einer Leistung von 1,0 Megawatt (MWp) erfolgten Mitte September. Für die Carpevigo AG stehe das Projekt für den Einstieg in den internationalen Strommarkt, heißt es in der Pressemitteilung. “Sämtliche wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen, um die weiteren Ausbaustufen bis Oktober 2009 fertig zu stellen, wurden geschaffen”, erläutert Carpevigo-Vorstand Jens F. Neureuther.
“Die Pachtkonditionen für das knapp 25 Hektar große Areal haben wir an die tatsächlich installierte PV-Leistung gekoppelt. Ferner wurde der Solarpark insgesamt bereits auf die ab Oktober dieses Jahres reduzierte Einspeisevergütung von voraussichtlich 29 Eurocent/kWh kalkuliert.”

Qualitätsmodule aus der deutschen Produktion von First Solar
Die Fertigstellung eines rechtlich selbstständigen Bauabschnitts mit einer Leistung von 1,0 MWp sei durch eine durch langfristige Lieferverträge gesicherte Versorgung mit Solarmodulen möglich geworden, berichtet die Carpevigo AG. Beim Solarpark La Corchuela habe das Unternehmen wie bei den zuvor realisierten Solarparks in Deutschland auf Qualitätsmodule aus der deutschen Produktion des US-amerikanischen Anbieters First Solar gesetzt. Für den jetzt fertig gestellten und an das Stromnetz der Endesa angebundenen Bauabschnitt gilt für die gesamte Betriebsdauer von 25 Jahren eine Einspeisevergütung in Höhe von anfänglich 45,5 Eurocent/kWh, die nach einem Index jährlich steigt. Bei einem prognostizierten Stromertrag von 1,53 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a) sei die Netzanbindung der Anlage noch im September des Jahres gleichbedeutend mit einem Mehrertrag von rund 250.000 Euro pro Jahr und das über einen Zeitraum von 25 Jahren. Zugleich habe das 1 MW-Kraftwerk ohne zusätzliche Investitionen in ein Umspannwerk realisiert werden können.

Weiterer Ausbau auf 12 MW abhängig von den künftigen Rahmenbedingungen in Spanien
“Unsere Versorgungslage mit Solarmodulen und unsere Baukapazität hätten es uns durchaus ermöglicht, bis zum Stichtag 29. September rund drei Megawatt fertig zu stellen”, erläutert Vorstand Jens F. Neureuther. “Auch ein eigenes 66 kV-Umspannwerk, das wir gemeinsam mit der Endesa realisieren werden, ist in der Kalkulation für einen Endausbau mit 12 MWp berücksichtigt. Vor einem weiteren Ausbau werden wir jedoch zunächst abwarten, wie die zukünftigen Rahmenbedingungen in Spanien aussehen.” Die Globalstrahlung an dem Standort nahe Badajoz in der spanischen Provinz Extremadura liegt bei rund 1.700 kWh/qm. Der spezifische Ertrag beträgt laut Carpevigo AG 1.526 kWh/kWp. Den Stromertrag des ersten von insgesamt drei geplanten Bauabschnitten beziffert das Unternehmen mit 1,53 Megawattstunden pro Jahr. Abnehmer des Stroms ist der regionale Energieversorger Sevillana Endesa.
Das Projekt wird vor Ort durchgeführt von der Bartimo Development S.L., ein Unternehmen der Carpevigo Group. Die Projektsteuerung obliegt der Blue Energy Development GmbH, einer 100%-igen Tochter der Carpevigo AG. Generalunternehmer ist mit der Solea AG ein bewährter Partner von Carpevigo.

24.09.2008 | Quelle: Carpevigo AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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