US-Photovoltaikhersteller Konarka weiht weltweit größte Fabrik für Dünnschichtzellen “von der Rolle” ein

NULL

Die Konarka Technologies, Inc. (Lowell, Massachusetts; USA), spezialisiert auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von Kunststoffen, die Licht in Energie umwandeln, berichtete am 07.10.2008 von der Eröffnung der größten Produktionsstätte der Welt für organische Dünnschichtsolarzellen (OPV), die im so genannten Roll-to-Roll-Verfahren gefertigt werden. Damit bereite sich das Unternehmen vor auf die Massenfertigung und den Vertrieb von “Power Plastic” im großen Stil, heißt es in der Pressemitteilung. Die Solar-Fabrik in New Bedford (Massachusetts) habe eine Grundfläche von rund 23.000 Quadratmetern und sei bisher von Polaroid zur Herstellung fortschrittlicher Drucktechnik genutzt worden. “Diese Fabrik hat Druckkapazitäten auf dem neuesten Stand der Technik, die alle sofort genutzt werden können. Mit der vollen Produktionskapazität können künftig pro Jahr flexible Kunststoffsolarzellen mit einer Gesamtleistung von mehr als einem Gigawatt gefertigt werden”, so Howard Berke, Geschäftsführer und Gründer von Konarka. ”
Unsere Technologieführerschaft und Innovation bei der Herstellung von flexiblen Dünnschichtsolarzellen wird uns in Verbindung mit der Kapazität der neuen Fabrik, mehr als 10 Millionen Quadratmeter Material zu produzieren, ermöglichen, Power Plastic zum Gebrauch in Gebäuden, für tragbare Anwendungen und zur Photovoltaik-Gebäudeintegration herzustellen”, fügte Berke hinzu.
Mit der neuen Fertigung in den USA baue Konarka seine Präsenz in Massachusetts aus und beschleunige die ambitionierten Pläne, die Organische Photovoltaik weiterzuentwickeln und weltweit zu kommerzialisieren. Zusätzlich zum Kauf einer vollautomatischen Fertigungslinie zur Roll-to-Roll-Produktion habe Konarka Technologiespezialisten von Polaroid eingestellt und plane, weitere 100 Mitarbeiter zu beschäftigen, da die Fertigungskapazität in den nächsten drei Jahren deutlich wachsen soll.

Chemie-Nobelpreisträger Alan Heeger erforschte die Grundlagen der OPV
Konarkas Dünnfilmtechnologie geht zurück auf die Arbeit des Polymermaterialwissenschaftlers Dr. Sukant Tripathy und Dr. Alan Heeger, den Forschungschef von Konarka, der im Jahr 2000 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Aus der Grundlagenforschung der beiden Wissenschaftler resultierte Konarkas führende Stellung in der OPV, einschließlich eines Produktionsverfahrens bei relativ niedrigen Temperaturen, das den Gebrauch kostengünstiger Trägermaterialien aus Kunststoff ermöglicht. Als Ergebnis dieser Innovationen hat Konarka nach eigenen Angaben Risikokapital im Umfang von mehr als 100 Millionen US-Dollar sowie rund 18 Millionen Dollar staatliche Fördermittel aus den USA und Europa erhalten.

Leichte und flexible Solarzellen für zahlreiche Einsatzgebiete
Das Polaroid-Werk, das in den 1990er Jahren für die Massenproduktion ausgebaut wurde, sei mittlerweile umgestellt worden und könne nun mit der Herstellung von Power Plastic beginnen, berichtet Konarka. Die Fertigungslinien ermöglichen nach Angaben des Unternehmens eine Vielzahl von Druck- und Beschichtungstechniken, einschließlich der Verwendung von Nanomaterialien für die Photovoltaik, welche die Herstellung von leichten, flexiblen und vielseitiger einsetzbaren Solarzellen erlaubten.

10.10.2008 | Quelle: About Konarka Technologies, Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen