Photovoltaik: Gemeinschaftsunternehmen von aleo solar in China startet Produktion

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Der deutsche Solarmodul-Hersteller aleo solar AG (Prenzlau, Oldenburg) hat den Sprung nach Asien gemeistert und verfügt nun über einen dritten Produktionsstandort, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Im chinesischen Gaomi (Provinz Shandong) wurde die Solarmodul-Produktion der avim solar production Co. Ltd. feierlich eingeweiht. An dem Joint Venture sind die aleo solar AG und die chinesische Sunvim Group Co. Ltd. mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Auf der ersten von insgesamt vier Produktionslinien in Gaomi fahren aleo-Module bereits vom Band, heißt es in der Pressemitteilung. Mitte kommenden Jahres stehe dann eine Produktionskapazität von mindestens 50 Megawatt (MW) zur Verfügung. Zusammen mit dem Stammwerk im brandenburgischen Prenzlau und der spanischen Produktionsstätte in der Nähe von Barcelona erhöht sich die Gesamtkapazität der aleo solar AG damit im Jahr 2009 auf 250 MW.
Alle drei Werke seien vom VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. zertifiziert, so dass an allen Produktionsstandorten aleo-Module von höchster Qualität produziert werden, betont die aleo solar AG.

Produktions-Equipment von Herstellern aus Deutschland und der Schweiz
Das Joint Venture avim solar production Co. Ltd. gehört zu den wenigen deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, die im Jahr der Gründung bereits in die Produktion gegangen sind. “In einer Rekordgeschwindigkeit von nur sieben Monaten hat aleo solar zusammen mit seinem Partner eine Produktion neu aufgebaut”, freute sich Jakobus Smit, der Vorstandsvorsitzende der aleo solar AG. “Wir haben dabei auf höchstes technologisches Niveau gesetzt und das Equipment von spezialisierten deutschen und schweizerischen Herstellern eingesetzt.”

Photovoltaik mit deutschen Qualitätsstandards in China gefragt
Rigui Sun, der Vorstandsvorsitzende von Sunvim ergänzte: “Für Sunvim bedeutet der Einstieg in die Produktion von Solarmodulen eine strategische Diversifizierung in das neue und zukunftsträchtige Geschäftsfeld der Erneuerbaren Energien. In dem Joint Venture profitieren wir von der Kompetenz der aleo solar als Premium-Modulhersteller – im Gegenzug bringen wir unsere Erfahrung als etabliertes Großunternehmen in China ein. Wir wissen: In China ist ein einheimisches Produkt mit deutschen Qualitätsstandards enorm gefragt.”

Photovoltaik-Industriepark der Provinz Shandong
Die Landesregierung Shandong hat im Zuge der Eröffnung das Industriegebiet in Gaomi zum “Photovoltaik-Industrie-Park der Provinz Shandong” erklärt. Der Energiebedarf in China sei so groß, dass die Regierung darauf Wert lege, alle Energiequellen zur Deckung des Verbrauchs auszuschöpfen, so die aleo solar AG. Dies sei erstmals Ende 2007 in einer Informationsschrift der Regierung festgelegt worden, einem so genannten “White Paper”. Demnach soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 bereits 10 Prozent betragen und bis 2020 sogar auf 15 Prozent erhöht werden.

Bis 2010 sollen in China 300 MW Photovoltaik-Leistung installiert werden
Dazu hat die chinesische Regierung in einem ersten Schritt unter anderem den Ausbau der landesweit installierten Photovoltaik-Leistung bis zum Jahr 2010 auf 300 Megawatt beschlossen. In zwei chinesischen Provinzen werden bereits Einspeisetarife nach europäischem Vorbild getestet. Die in Gaomi gefertigten Solarmodule werden exklusiv durch die aleo solar AG vertrieben. Damit sei die aleo solar AG in der Lage, sowohl in den europäischen Kernmärkten als auch in den asiatischen Zukunftsmärkten am Marktwachstum teilzuhaben, betont das Unternehmen.

15.10.2008 | Quelle: aleo solar AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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