Bankenkonsortium sichert Expansion des Photovoltaik-Herstellers EverQ mit Darlehen über 195 Millionen Euro

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Trotz der Krise an den internationalen Finanzmärkten und der aktuell zu beobachtenden Verunsicherung bei vielen Geldinstituten ist es dem mitteldeutschen Solarunternehmen EverQ GmbH (Bitterfeld-Wolfen) am 17.10.2008 gelungen, ein Darlehen in Höhe von 195 Millionen Euro zur Finanzierung seiner Expansion zu erhalten. Hinter dem Darlehen stehe ein aus fünf Kreditinstituten bestehendes Bankenkonsortium, das von der Solidität und Zukunftsfähigkeit des High-Tech-Solarunternehmens aus Sachsen-Anhalt überzeugt ist, berichtet EverQ in einer Pressemitteilung. Unterzeichnet wurde der Vertrag vom Management der jeweiligen Banken (Deutsche Bank, HVB, IKB, LBBW, NordLB/Sparkasse Bitterfeld) und der Geschäftsführung von EverQ.

Dritte Produktionsstätte soll voraussichtlich im Frühjahr 2009 den Betrieb aufnehmen
Das EverQ ist ein integrierter Produzent von Solarwafern, Solarzellen und Solarmodulen und arbeitet auf Grundlage des patentierten “String Ribbon”-Verfahrens. Bei dieser Produktionsmethode werden bis zu 50% weniger Silizium und Energie benötigt als bei herkömmlichen Verfahren, weshalb sich EverQ sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht sehr gut im Wettbewerbsumfeld positioniert sieht. Die EverQ GmbH wurde im Jahr 2005 als Gemeinschaftsunternehmen in Bitterfeld-Wolfen im Süden von Sachsen-Anhalt gegründet. Das High-Tech-Unternehmen in der deutschen Solarindustrie verfügt heute am Standort Thalheim über die zwei Produktionsstätten EQ1 (seit 2006) und EQ2 (2007) und beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit etwa 1.100 Mitarbeiter. Die dritte Produktionsstätte EQ3 im so genannten Solar Valley befindet sich im Bau und soll voraussichtlich im Frühjahr 2009 ihren Betrieb aufnehmen. Mit diesem Schritt sollen etwa 350 neue qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Umsatz von EverQ lag nach Unternehmensangaben 2007 bei 139 Millionen Euro, für 2008 rechnet die Geschäftsführung mit einer weiteren deutlichen Umsatzsteigerung.

Finanzgeschäftsführer Rainer Mohr verlässt EverQ zum Jahresende
Mit der Unterzeichnung des Darlehenvertrags habe Rainer Mohr, Geschäftsführer Finanzen der EverQ GmbH, seine Aufbauarbeit bei EverQ erfolgreich abgeschlossen, heißt es in der Pressemitteilung. Im gegenseitigen Einvernehmen mit der Geschäftsführung scheide Mohr zum Jahresende aus dem Unternehmen aus. Der 50jährige Manager – spezialisiert auf Geschäftsentwicklung und Restrukturierung – trat 2006 mit dem Auftrag bei EverQ an, das Unternehmen so aufzubauen und weiterzuentwickeln, dass es eines Tages aus dem Joint Venture heraus in eine unabhängige Gesellschaft überführt werden kann. Mit der bevorstehenden Umwandlung der EverQ GmbH in eine Aktiengesellschaft und der Vorbereitung des Unternehmens auf den Börsengang sei dieser Zeitpunkt für Mohr gekommen. Hinsichtlich ihrer IPO-Pläne will EverQ die internationalen Finanzmärkte weiterhin genau beobachten, um den richtigen Zeitpunkt für die Erstnotierung an der Börse abzupassen.

Dr. Ingolf Weise wird Finanzdirektor von EverQ
Vor dem Hintergrund bedeutender Beiträge zum Aufbau des Accounting und Controlling und zunehmender Verantwortung für die Kommunikation mit Banken und den Joint Venture-Partnern hat die Geschäftsführung von EverQ Dr. Ingolf Weise, bisher Manager Accounting, Controlling und Finance, zum 1. November 2008 zum Director Finance (Finanzdirektor) berufen. In dieser erweiterten Rolle soll der 39-jährige Manager, der seit 2006 für EverQ arbeitet, in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die weitere Sicherstellung der strategischen Finanzierung von EverQ unterstützen.

20.10.2008 | Quelle: EverQ GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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