Österreich: GREENoneTEC plant Forschungszentrum für Solarthermie und energieautarkes Wohnen

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Der österreichische Solar-Hersteller GREENoneTEC Solarindustrie GmbH mit Sitz in St. Veit will ein interdisziplinäres und international ausgerichtetes Forschungszentrum im heimischen Kärnten errichten. Schwerpunkt soll der Ausbau der Technologie für energieautarkes Wohnen sein. Das österreichische Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben durch die internationale Initiative “Forschungsplatz Österreich”. Arsenal Research in Wien, die Technische Universität Graz oder die Universität Wien seien wichtige Partner, berichtet GREENoneTEC. “Wir untersuchen mit unseren Forschungspartnern die Möglichkeiten, die Wasser- und Hitzebeständigkeit zu erhöhen, um die Solarthermie zum Beispiel für Prozesswärme einzusetzen. Es geht auch darum, andere, möglicherweise günstigere Werkstoffe zu finden. Die Solarbranche muss sich noch viel mehr industrialisieren”, so Robert Kanduth, Geschäftsführer und Gründer von GREENoneTEC.
Deshalb werde der Solarpark in St. Veit mit einem interdisziplinären und international ausgerichtetem Forschungszentrum ausgestattet, das hauptsächlich der Grundlagenforschung dienen soll.

Mit Solarenergie kühlen und heizen
“Mit Solarenergie und der Wärmetechnik, kann man Häuser im Sommer kühlen und im Winter heizen. Für industrielle Anwendungen sind Hochtemperaturkollektoren notwendig. Wir haben hier die allerbesten Voraussetzungen. Es ist ein leichtes, die Technik soweit zu bringen, dass Häuser unabhängig von externen Quellen beheizt oder gekühlt werden,” ergänzt Robert Kanduth. GREENoneTEC peilt für 2008 einen Umsatz in Höhe von 130 Millionen Euro an (2007: 75 Millionen Euro) und verfügt nach eigenen Angaben über acht Produktlinien, auf deren Basis 100 kundenspezifische Kollektormodelle produziert werden können. Die Exportquote betrage 90 Prozent wobei solarthermische Anbieter aus 25 Staaten beliefert werden. Das Unternehmen investiere vier Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, betont GREENoneTEC in einer Pressemitteilung. Ein Ergebnis davon sei ein neuartiger hoch effizienter Korrosionsschutz für die empfindlichen Solar-Absorber, der den Einsatz der Kollektoren in Meeresnähe ermögliche. Die Heatpipe-Lösung zum effizienten Wärmetransport sei bereits patentiert.

Umwelttechnologien boomen in Österreich
Umwelttechnologien mit einem Umsatz von 10,5 Milliarden Euro bei 75.000 Mitarbeitern und einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund acht Prozent seien ein stetig wachsender Wirtschaftsfaktor in Österreich, heißt es in der Pressemitteilung. Gründe dafür seien unter anderem der steuerliche Forschungsfreibetrag von 25 Prozent für Unternehmen sowie eine Forschungsprämie von acht Prozent.

05.11.2008 | Quelle: | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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