Inventux startet Produktion leistungsstarker mikromorpher Dünnschicht-Solarmodule

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Die Inventux Technologies AG (Berlin) nimmt eine Produktion für mikromorphe Dünnschicht-Photovoltaikmodule in Betrieb und setze damit einen Meilenstein in der Energiebranche, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bei der symbolischen Eröffnung der Solar-Fabrik in Berlin Marzahn nahm Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit gemeinsam mit dem Vorstand der Inventux Technologies AG, das erste mikromorphe PV-Modul vom Produktionsband. Vorteil der innovativen Module von Inventux sei, dass sie eine wesentlich höhere Energieausbeute liefern als herkömmliche Systeme. Gleichzeitig werde zur Herstellung deutlich weniger Solar-Silizium benötigt, heißt es in der Pressemitteilung.
Unter den rund 250 geladenen Gästen der feierlichen Eröffnung befanden sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, von Kapitalgebern und Projektpartnern sowie Mitglieder der Geschäftsführung des Schweizer High-Tech-Lieferanten Oerlikon Solar.

Bedeutender Schritt auf dem Weg zur Netzparität
Der Vorstandsvorsitzende der Inventux Technologies AG, Volko Löwenstein, wies in seiner Ansprache auf die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen und Partner hin: „In weniger als einem Jahr haben wir aus einer leeren Halle einen Hochtechnologiestandort gemacht. Und in lediglich sieben Monaten ist es uns gemeinsam mit Oerlikon und allen anderen unserer Maschinen- und Equipmentlieferanten sowie Projektpartnern gelungen, als europaweit erstes Unternehmen mit der Serienproduktion von siliziumbasierten mikromorphen Photovoltaikmodulen zu beginnen.“ Bemerkenswert sei, dass die Inventux-Spezialisten bereits in der Pilotphase die Leistungsfähigkeit der Module über den heutigen Marktstandard hinaus deutlich verbessern konnten. „Auf dem Weg zur Realisierung der Netzparität mit konventionellen Energieträgern bringt Inventux als High-Tech Unternehmen die Solarbranche einen bedeutenden Schritt weiter“, machte Löwenstein deutlich.

Klaus Wowereit: Symbol für eine erfolgreiche Reindustrialisierung Berlins
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit erklärte: „Die Inventux Technologies AG gibt dem neuen Berliner Kompetenzfeld ‚Energie‘ Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus.“ Das bei der Ansiedlung im Herbst letzten Jahres zehn Mitarbeiter zählende Unternehmen sei „mit heute 120 geschaffenen Arbeitsplätzen sicher eines der schnellst wachsenden Unternehmen im Land und in der Solarbranche“, gab sich Wowereit optimistisch: „Inventux kann zu einem Symbol für eine erfolgreiche Reindustrialisierung Berlins werden. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise ist es richtig, auf Zukunftstechnologien zu setzen“, so der Regierende Bürgermeister weiter.

Leuchtturmprojekt in der Dünnschichttechnologie
Die Bedeutung einer konsequenten Fokussierung auf High-Tech Unternehmen, die neue Spitzentechnologien zur Marktreife bringen, unterstrich auch Jeannine Sargent, Vorstandsvorsitzende von Oerlikon Solar. Im Rahmen einer Pressekonferenz bezeichnete sie Oerlikon’s strategischen Partner Inventux als Leuchtturmprojekt in der Dünnschichttechnologie: „In den vergangenen Monaten haben die Experten beider Unternehmen gemeinsam und partnerschaftlich zusammengearbeitet, um den Produktionsstart zu ermöglichen. Während dieser Zeit hat Inventux gezeigt, dass sie ein führender neuer Player im High-end Photovoltaikmarkt sind“, sagte Sargent.

Kombination von amorphem und mikrokristallinem Silizium in einer oberen und unteren Zelle
Inventux werde mit der neuartigen mikromorphen Tandemtechnologie von Oerlikon in der Lage sein, den Wirkungsgrad auf über 10 Prozent zu erhöhen und Solarstrom in naher Zukunft wettbewerbsfähig zu machen, heißt es in der Pressemitteilung. Die von Inventux genutzten Technologien werden bisher erfolgreich in verschiedenen Branchen, so zum Beispiel bei der Produktion von Flachbildschirmen oder im Bereich Automotive eingesetzt. Sie wurden weiterentwickelt, um eine industrielle Serienfertigung von technologisch führenden Solarmodulen zu ermöglichen. Kern hierbei ist eine Kombination zweier unterschiedlicher Siliziummaterialien – amorphes und mikrokristallines Silizium – in einer oberen und unteren Zelle. Die obere amorphe Zelle wandelt den sichtbaren Teil des Lichtspektrums um, während die untere mikrokristalline Zelle die Energie des Sonnenlichts im nahen Infrarotbereich absorbiert. Dank der neuen mikromorphen Technologie kann so der Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen amorphen Zellen signifikant gesteigert werden.

04.12.2008 | Quelle: Inventux Technologies AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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