US-Photovoltaikhersteller Konarka beteiligt sich an einem Forschungsprojekt zur Verbesserung der Haltbarkeit organischer Solarzellen

NULL

Die Konarka Technologies, Inc. (Lowell, Massachusetts), spezialisiert auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von photoaktiven Kunststoffen, die Licht in Energie umwandeln, berichtete am 2. Dezember 2008, das Unternehmen führe ein Konsortium an, das für ein Projekt zur Verlängerung der Lebensdauer organischer Dünnschichtsolarzellen (Organische Photovoltaik, OPV) ins Leben gerufen wurde. Laut Pressemitteilung hat das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF, Berlin) kürzlich eine Finanzierung im Umfang von bis zu 2,5 Millionen Euro über drei Jahre hinweg zugesagt. Ziel des Konsortiums sei, wettbewerbsfähige organischer Solarzellen für eine kommerzielle Nutzung zu entwickeln. Partner des Konsortiums sind die Universitäten in Tübingen und Wuppertal, die Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, die Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz.
“Die Partner dieser BMBF-Initiative wollen technologische und wirtschaftliche Grenzen der organischen Photovoltaik durchbrechen”, kommentiert Christoph Brabec, Technischer Direktor bei Konarka. “Es wird von uns erwartet, eine deutliche Verbesserung der Haltbarkeit von organischen Solarzellen zu erreichen, mit dem Ziel, eine zukunftsweisende und wirtschaftlich attraktive organische PV-Technologie zu entwickeln.”

Kombination stabiler photoaktiver Materialien mit hochwertiger Verkapselung soll Lebensdauer organischer Solarzellen steigern
Organische Solarzellen (OSC) sind flexibel, teilweise durchsichtig und können relativ kostengünstig produziert werden. Doch das derzeit zur Verkapselung verwendete Material sei nur sehr begrenzt haltbar, heißt es in der Pressemitteilung. Eine deutliche Verbesserung der Haltbarkeit könnte erreicht werden, durch die Kombination relativ stabiler photoaktiver Materialien mit einer hochwertigen Verkapselungstechnologie. Darauf soll sich das Stabilitäts-Projekt des BMBF konzentrieren. Die jüngst erzielten Fortschritte der OSC-Technologie seien hauptsächlich auf eine Verbesserung der Verkapselung von Solarzellen zurückzuführen und nicht auf die Verlängerung der Haltbarkeit der organischen Materialien, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das BMBF hatte kürzlich ebenfalls angekündigt, dass es ein Konsortium von Unternehmen unterstützen werde, das neue polymere Solarzellen für energieautarke Systeme entwickeln soll, darunter auch Konarka. Dieses “Efficiency Project” soll Solarzellen für spezielle Anwendungen entwickeln, die einen Wirkungsgrad von mehr als 10% haben sollen.

08.12.2008 | Quelle: Konarka Technologies, Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen