Photovoltaik-Hersteller EverQ heißt jetzt Sovello AG – neuer Name und Rechtsform unterstreichen Eigenständigkeit

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Die EverQ GmbH, ein führendes Unternehmen der Solar-Industrie mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt), hat umfirmiert in Sovello AG. Der neue Name und die veränderte Rechtsform wurden am 24. November 2008 ins Handelsregister beim Amtsgericht Stendal eingetragen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seit drei Jahren wird der Name EverQ mit hoch leistungsfähigen Solarmodulen “Made in Germany” in Verbindung gebracht. Bisher wurden die Module von EverQs amerikanischem Gesellschafter Evergreen Solar verkauft. Als Gemeinschaftsunternehmen von Evergreen Solar Inc. (Marlboro, USA), Q-Cells SE (Thalheim, Deutschland) und REC ASA (Hovic, Norwegen) arbeitete EverQ in der Vergangenheit als reiner Produktionsbetrieb, dessen Name sich von den beiden Gesellschaftern Q-Cells und Evergreen ableitete. Das rasche Wachstum und die Größe, die EverQ bis heute erreicht hat, haben die Gesellschafter des Joint Ventures zu der Entscheidung veranlasst, dass das Unternehmen künftig am Markt eigenständig auftreten soll.

So wird die Sovello AG ab 2009, ihre Solarmodule in eigener Verantwortung am Markt positionieren und vermarkten. Dadurch ergäben sich für Sovello neue Chancen, die Potenziale auf den wachsenden Solarmärkten weltweit nachhaltig auszuschöpfen, betont das Unternehmen. “Mit dem neuen Namen wollen wir die künftige größere Eigenständigkeit unseres Unternehmens auch gegenüber unseren Kunden, Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern unterstreichen”, erläutert Dr. Ted Scheidegger, Vorstandsvorsitzender der Sovello AG. Der Name Sovello – in einem intensiven Prozess aus einer Liste von ursprünglich 1600 Vorschlägen ausgewählt – leitet sich von dem Wortspiel “Sovello = Sonne und Well” ab (engl. für “gut”), deutet aber auch auf die Wurzeln am Standort Solar Valley hin.

Börsengang aufgrund der globalen Finanzmarktkrise zunächst ausgesetzt
Dass die ehemalige GmbH nunmehr als Aktiengesellschaft (AG) firmiert, eröffnet Sovello in Zukunft Möglichkeiten, zusätzliches Kapital für die weitere Unternehmensexpansion zu beschaffen. Der ursprünglich für das Frühjahr 2009 geplante Börsengang wurde aufgrund der globalen Finanzmarktkrise zunächst ausgesetzt, bleibe aber als Option zur Generierung zusätzlichen Investitionskapitals bestehen. Um den richtigen Zeitpunkt für eine Erstnotierung an der Börse festzulegen, will die Sovello AG die internationalen Finanzmärkte genau beobachten.

Geschäftsmodell erweist sich als stabil – dritte Produktionslinie soll im Frühjahr 2009 ihren Betrieb aufnehmen
Das Geschäftsmodell des Unternehmens erweise sich auch in der Finanzmarktkrise als stabil, heißt es in der Pressemitteilung. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 115 % auf rund 170 Millionen Euro geklettert?(1.-3. Q 2007: ca. 79 Mio. Euro). Im gleichen Zeitraum stieg der Nettogewinn nach Unternehmensangaben auf zirka 12 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: minus 2,8 Mio. EUR). Das von Januar bis Ende September erreichte Produktionsvolumen lag bei 64 Megawatt (MWp), was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (28 MWp) einer Steigerung von 128,5% entspricht. Bis zum Jahresende rechnet die Sovello AG mit Erlösen von mehr als 220 Millionen Euro und einem Nettogewinn von über 15 Millionen Euro. Derzeit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben etwa 1.100 Mitarbeiter; aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs will Sovello den weiteren Ausbau am Standort Thalheim mit Vorsicht und Besonnenheit angehen.

Produktions- und Betriebskosten sollen angesichts der zu erwartenden fallenden Marktpreise gesenkt werden
“Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und unser neuer Markennamen wird uns helfen, die gute Marktposition zu halten und neue Potenziale auf den wachsenden Solarmärkten weltweit auszuschöpfen”, ist Sovellos Vorstandsvorsitzender Dr. Ted Scheidegger überzeugt. Gleichwohl müsse Sovello in den kommenden Jahren die Produktions- und Betriebskosten nachhaltig senken, um angesichts der zu erwartenden fallenden Marktpreise wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch die Errichtung der dritten Produktionslinie von Sovello am Standort Solar Valley in Thalheim verlaufe planmäßig. Die ersten Öfen der dort eingesetzten neuen Quad-Technologie seien Ende August aus Übersee geliefert worden; die bisherigen Probechargen der auf den neuen Anlagen gezogenen Wafer wiesen gute Ergebnisse aus. Im Frühjahr 2009 soll die dritte Produktionslinie von Sovello in Betrieb genommen werden. Damit erhöht sich die technische Kapazität des Unternehmens von bislang 100 MWp auf bis zu 180 MWp pro Jahr. Seit dem 31. Oktober 2008 ist die Sovello AG auch nach der Norm ISO 9001:2000 zertifiziert.

09.12.2008 | Quelle: Sovello AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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