Club of Rome: Gabriel muss Afrikareise für Energie- und Wasserwende nutzen!

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„Wir begrüßen es, dass sich Bundesumweltminister Gabriel seit seinem Amtsantritt um gute Beziehungen zu den Staaten im nördlichen Afrika bemüht. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, den Bemühungen Ergebnisse folgen zu lassen“, erklären der Club of Rome Deutschland und die DESERTEC-Foundation anlässlich der Reise von Bundesumweltminister Gabriel nach Marokko und Algerien vom 2. – 5. Februar 2009. Aufgrund des ökonomischen Wachstums und der Zunahme der Bevölkerung herrsche in der Region ein sich zuspitzendes Trinkwasser- und Energieproblem. Im Rahmen der Union für das Mittelmeer haben die EU und die Anrainerstaaten des Mittelmeeres im Sommer 2008 vereinbart, den so genannten „Solarplan“ als wichtiges Projekt zu realisieren.
Dieser sieht den Bau und Einsatz von solarthermischen Kraftwerken in Nordafrika vor, um zum einen den örtlichen wachsenden Energiebedarf zu decken und zum anderen mit Hilfe der Abwärme Meerwasserentsalzung zu betreiben.

Finanzierung durch den Export von Solarstrom nach Europa
Finanzieren ließe sich dieses Projekt unter anderem auch durch den späteren Export von Strom aus Sonnenenergie nach Europa, heißt es in der Pressemitteilung. Dieses Szenario ist unter dem Namen DESERTEC-Projekt bekannt geworden. Seit dem Ende der französischen Ratspräsidentschaft fehle es bei der Umsetzung an Schwung, obwohl Deutschland sowohl industriepolitisch als auch klimapolitisch ein massives Interesse an der Umsetzung haben müsste, ktitisiert der Club of Rome. Die Alternative zur Sonnenenergie sei die Nutzung fossiler Energien oder der Atomkraft. Beide Energieformen seien keine langfristigen Lösungen und daher auch keine nachhaltige Antwort auf die Probleme der Region. „Bundesminister Gabriel sollte seine Gespräche unbedingt nutzen, um das DESERTEC Projekt voranzutreiben“, fordert die DESERTEC-Foundation.

„Ökologische Industriepolitik“ für Afrika und Europa
Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome: „Wir bitten Minister Gabriel dringend darum, sich für die Ziele des Solarplanes einzusetzen und seine Reise dazu zu nutzen, konkrete Schritte in diese Richtung zu vereinbaren. Seine Reise wäre ein Misserfolg, sollte er in dieser Sache nicht deutlich vorankommen.“ Dr. Gerhard Timm, Vorstand der DESERTEC-Foundation, ergänzt: „Wenn Gabriel sein eigenes Konzept einer „Ökologischen Industriepolitik“ wirklich ernst meint, dann kann er bei dieser Reise beweisen, dass er es auch praktisch umsetzen möchte. Wir brauchen in der Region mehr saubere Energie und mehr sauberes Trinkwasser. Das ist auch ein wichtiger Punkt aus sicherheitspolitischer und friedenspolitischer Sicht. Das DESERTEC-Konzept verbindet beide Aspekte.“

03.02.2009 | Quelle: Club of Rome.de; DESERTEC.org | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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