Spatenstich beim Photovoltaik-Hersteller Sulfurcell: 100 neue Arbeitsplätze und Einstieg in die Großserienfertigung

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Am 2. Februar haben der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und die Geschäftsführung der SULFURCELL Solartechnik GmbH, Dr. Nikolaus Meyer und Dr. Rüdiger Stroh, im Technologiepark Berlin Adlershof den ersten Spatenstich für den Sulfurcell-Neubau durchgeführt. In unmittelbarer Nähe zum Firmenhauptsitz entsteht jetzt eine hochmoderne Fertigungshalle für die Produktion von Dünnschichtsolarmodulen sowie ein neues Verwaltungsgebäude. Die automatisierte Großserienfertigung soll bereits 2009 anlaufen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Gerade jetzt, in einer konjunkturell immer schwieriger werdenden Lage, ist der Baubeginn bei Sulfurcell ein ermutigendes Zeichen“, sagte Wowereit anlässlich des Spatenstichs.
„Der Erfolg von Sulfurcell zeigt einmal mehr, dass mit Innovation und hoher Professionalität auch in der derzeitigen Wirtschaftssituation Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze schaffen können“, so Wowereit weiter. Die Strategie, Wissen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen, bewähre sich auch in Krisenzeiten.

Produktionskapazität steigt von drei auf 75 Megawatt
„Für uns bedeutet der Neubau in Berlin Adlershof einen entscheidenden Schritt“, sagte Dr. Nikolaus Meyer, Gründer und Geschäftsführer der Sulfurcell GmbH. „Mit dem Einstieg in die Großserienfertigung unserer Solarmodule auf Basis von CIS-Halbleitern steigern wir die jährliche Produktionskapazität von drei auf jährlich 75 Megawatt. Zudem werden wir binnen eines Jahres unser Team von heute 175 um weitere 100 Mitarbeiter verstärken. Dabei bieten wir vor allem hochqualifizierten Naturwissenschaftlern und Ingenieuren einen attraktiven Arbeitsplatz.“ Auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist der Sulfurcell-Neubau beispielhaft. „Wir werden an unseren neuen Gebäuden zeigen, was im solaren Bauen heute schon möglich ist“, so Meyer weiter. Die neue Fertigungshalle verwendee großflächige Photovoltaik auf dem Dach wie auch fassadenintegrierte Solarmodule. Das Verwaltungsgebäude werde durch die gebäudeintegrierten Solarmodule sogar zu hundert Prozent energieautark.

Brücke zwischen Solarstromproduktion und attraktiver Solararchitektur
Wie im Anschluss an den Spatenstich anhand des Architektenentwurfes deutlich wurde, eignen sich die Sulfurcell-Solarmodule wegen ihrer hochwertigen Optik und innovativen Technik bestens, um sie in sichtbare Gebäudeteile zu integrieren. „So schlagen wir die Brücke zwischen erneuerbarer Energieerzeugung und attraktiver Solararchitektur“, erklärte Geschäftsführer Meyer. Anlässlich des Spatenstichs würdigte Harald Eisenach, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Bank Berlin, den Erfolg von Sulfurcell und überreichte der Geschäftsführung eine Urkunde zur Auszeichnung „Deutschland – Land der Ideen 2009“.
Sulfurcell hat sich aus dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie entwickelt (ehemals Hahn-Meitner-Institut). Schon heute gehört das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit zu den drei führenden Herstellern von Dünnschichtsolarmodulen auf Basis von CIS-Halbleitern. Im Jahr 2008 stellten Sulfurcell namhafte internationale Investoren, darunter Intel Capital und der von Vattenfall Europe und Gaz de France getragene Fonds BEU, eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 85 Millionen Euro zur Verfügung. Das frische Kapital fließe nun in den Bau der neuen 75 Megawatt Produktion, heißt es in der Pressemitteilung.

04.02.2009 | Quelle: Sulfurcell GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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