PricewaterhouseCoopers: Solarenergie elektrisiert Investoren

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Die Solar-Branche rückt stärker in den Blickpunkt von Energieversorgern und Finanzinvestoren, berichtet Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in einer Pressemitteilung. Zwischen 2007 und 2008 hat sich der Gesamtwert der Fusionen und Beteiligungen (Mergers and Acquisitions, M&A) in der Solar-Wirtschaft laut Studie „Renewables Deals 2008 – Annual Review“ von 1,15 Milliarden US-Dollar auf rund 5,36 Milliarden US-Dollar mehr als vervierfacht. Demgegenüber sank das Transaktionsvolumen im Bereich der erneuerbaren Energien insgesamt von rund 43,42 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 auf knapp 26,86 Milliarden US-Dollar.

Weiteres Wachstum hängt ab vom Klimaschutz-Engagement der Regierungen
„Der deutliche Rückgang des M&A-Volumens ist nicht nur auf die Finanzkrise, sondern auch auf die wieder fallenden Ölpreise sowie die Unsicherheit über die Ausrichtung der globalen Klimapolitik zurückzuführen. Für Anbieter erneuerbarer Energien dürfte 2009 ein Schlüsseljahr werden. Das weitere Wachstum der Branche hängt stark davon ab, ob sich die Regierungen – insbesondere die der USA – auch in Zeiten der Rezession auf Klimaschutzziele verpflichten lassen und die alternative Energieerzeugung weiterhin subventionieren“, kommentiert Manfred Wiegand, der bei PwC weltweit für die Energieversorgungsbranche verantwortlich ist.

Mehr Fusionen und Beteiligungen in Europa
Gegen den Trend verzeichnete Europa im vergangenen Jahr als einzige Region einen Anstieg der M&A-Aktivitäten. Der Gesamtwert der Transaktionen im Bereich erneuerbarer Energien erhöhte sich leicht von rund 16,96 Milliarden US-Dollar auf 17,02 Milliarden US-Dollar, die Zahl der Beteiligungen stieg von 76 auf 77. Demgegenüber sank das M&A-Volumen in Nordamerika um 40 Prozent auf rund 6,27 Milliarden US-Dollar und in der Region Asien-Pazifik sogar um 72 Prozent auf rund 1,66 Milliarden US-Dollar. Damit entfielen 2008 auf die europäische Branche annähernd zwei Drittel (63,5 Prozent) des globalen Transaktionsvolumens.

Finanzinvestoren holen auf
Die Konsolidierung im Bereich der alternativen Energieerzeugung werde maßgeblich von den großen Energieerzeugern und Finanzinvestoren vorangetrieben, betont PwC. Im vergangenen Jahr traten Anbieter erneuerbarer Energien zwar weltweit bei 30 Prozent der Transaktionen als Käufer in Erscheinung, mit 4,17 Milliarden US-Dollar erreichte ihr Anteil am M&A-Volumen aber nur 16 Prozent. Demgegenüber kauften die Energieversorgungsunternehmen für 8,46 Milliarden US-Dollar ein und verteidigten damit trotz des deutlichen Rückgangs gegenüber dem Vorjahr (22,28 Milliarden US-Dollar) ihre Führungsposition. Bemerkenswert sei das Abschneiden der Finanzinvestoren: Sie beteiligten sich 2008 mit knapp 7,58 Milliarden US-Dollar an Unternehmen der alternativen Energieerzeugung und investierten damit kaum weniger als 2007 (7,67 Milliarden US-Dollar).

Technologie wird wichtiger – traditionelle Industrie steigt in die Photovoltaik ein
Zwar entfällt der Großteil des globalen M&A-Volumens auf Übernahmen im Bereich der Energieerzeugung. Investitionen in Technologieunternehmen gewinnen jedoch an Bedeutung. So fiel das Transaktionsvolumen aus Beteiligungen an alternativen Energieversorgern von 39,38 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 auf 21,55 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stiegen die Investitionen in Technologieunternehmen von knapp 4,04 Milliarden US-Dollar auf 5,31 Milliarden US-Dollar. „Auch Unternehmen aus den Bereichen traditioneller industrieller Produktion steigen beispielsweise bei Photovoltaik-Unternehmen ein. Ein prominentes Beispiel ist die Übernahme der ersol Solar Energy AG durch Bosch“, erläutert Rolf-Peter Stockmeyer, Partner und Leiter des Kompetenzzentrums erneuerbare Energien bei PwC.
Die Studie „Renewables Deals 2008 – Annual Review“ kann kostenlos heruntergeladen werden unter: http://www.pwc.de/de/renewables_2008

05.02.2009 | Quelle: PricewaterhouseCoopers AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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