New Jersey: Stromversorger PSE&G will 773 Millionen US-Dollar in Solarenergie-Programm mit 120 MW investieren

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New Jerseys größtes Gas- und Stromversorgungsunternehmen, die Public Service Electric and Gas Company (PSE&G; Newark, New Jersey), berichtete am 10. Februar 2009, dass es bei der Regulierungsbehörde die Genehmigung eines Solarenergie-Programm im Umfang von 773 Millionen US-Dollar (ca. 600 Millionen Euro) beantragt habe. Im Rahmen des Programms sollen Gemeinden und Haushalte im Versorgungsgebiet Solarstrom-Kapazitäten von insgesamt 120 Megawatt (MW) aufbauen. Das Programm „Solar 4 All“ soll die Finanzen von Gemeinden und Landkreisen entlasten und bisher wenig erschlossene Flächen zur Produktion von Solarstrom nutzbar machen.
Laut Pressemitteilung wird PSE&G die Vorhaben sowohl finanzieren als auch betreiben und bei der Umsetzung mit erfahrenen Photovoltaik-Projektentwicklern, Installateuren und Herstellern zusammenarbeiten.

Programm soll die Umweltschutz- und erneuerbaren Energie-Vorgaben des US-Bundesstaates unterstützen
Die Initiative werde die Solar-Infrastruktur von New Jersey ausweiten und erfülle fast sieben Prozent der staatlichen Vorgaben für erneuerbare Energien bis 2020 (Renewable Energy Portfolio Standards). Die 120 MW-Solarstromkapazität werden laut PSE&G jährlich 1,7 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß vermeiden, was der Stilllegung von fast 310.000 Autos in einem Jahr entspreche. „Wir haben unser Programm so ausgelegt, dass jedermann die Vorteile der Solarenergie nutzen kann“, sagt Ralph LaRossa, Präsident und Geschäftsführer von PSE&G. „Das Programm trägt zur Umsetzung der ehrgeizigen Vorgaben bei, die sich New Jersey in Sachen Umweltschutz und erneuerbare Energien gesetzt hat, und unterstützt gleichzeitig die Solarindustrie des Bundesstaates“. Wenn alles planmäßig umgesetzt werde, könnten mit den Investitionen mehrere hundert „grüne“ Arbeitsplätze in New Jersey geschaffen werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Investitionen sollen sich laut PSE&G innerhalb von 15 bis 20 Jahren amortisieren.

Solarstrom für Privatkunden, öffentliche Einrichtungen und den sozialen Wohnungsbau
„Solar 4 All“ umfasst vier Teilprogramme: Mit dem „Neighborhood Solar“-Programm, das Investitionen in Höhe von 264 Millionen USD (ca. 205 Millionen Euro) erfordern wird, sollen rund 40 MW Photovoltaikleistung an ungefähr 200.000 Strommasten und Straßenlaternen installiert werden. Insgesamt 273 Millionen USD (ca. 211 Millionen Euro) sollen in das „Local Government Solar“-Programm (43 MW) fließen, das die Installation von Solarkraftwerken auf Dächern öffentlicher Schulen und Gebäude ermöglichen soll. Das dritte Programm, „Centralized Solar“, wird für eine installierte Leistung von 35 MW Investitionen von 221 Millionen USD (ca. 171 Millionen Euro) erfordern. Damit sollen zum einen Freiflächen-Solarkraftwerke sowie Anlagen auf Gebäuden mit einer Kapazität von 25 MW errichtet werden, zum anderen sind Installationen mit insgesamt 10 MW auf Brachland, Flächen von gemeinnützigen Organisationen und in unerschlossenem Gelände vorgesehen. Das als „HMFA/Affordable Housing Solar“ bezeichnete Programm werde bis zu 15 Millionen USD (ca. 12 Millionen Euro) umfassen, womit Einrichtungen des sozialen Wohnungsbaus dachmontierte Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtkapazität von 2 MW erhalten sollen. Den Großteil der Installationen sollen Fremdfirmen durchführen. Projektentwickler, Modulhersteller und Photovoltaik-Installateure sollen im Rahmen von Ausschreibungen gefunden werden.

16.02.2009 | Quelle: PSE&G | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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