US-Energieversorger PG&E startet 500 MW Solarstrom-Initiative

NULL

Der US-amerikanische Energieversorger Pacific Gas and Electric Company (PG&E; San Francisco, Kalifornien), Tochterunternehmen der PG&E Corporation, berichtete am 24.02.2009, das Unternehmen plane ein auf fünf Jahre angelegtes Programm, mit dem Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Nennleistung von insgesamt 500 Megawatt (MW) in seinem nord- und zentralkalifornischen Versorgungsgebiet errichtet werden sollen. Es handle sich hierbei um das umfangreichste Programm dieser Art in den USA, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Solarstrom-Initiative sieht vor, dass PG&E als Eigentümer Solarkraftwerke mit einer Nennleistung von bis zu 250 MW betreibt. Zusätzlich sollen Photovoltaikanlagen mit der gleichen Nennleistung von unabhängigen Entwicklern gebaut und betrieben werden, die im Rahmen eines unkomplizierten und unbürokratischen Regulierungsverfahrens verwaltet werden sollen.
. PG&E habe seinen Vorschlag der kalifornischen Regulierungsbehörde (California Public Utilities Commission; San Francisco, Kalifornien) eingereicht, mit einer Genehmigung werde noch dieses Jahr gerechnet, so das Unternehmen. Sollten alle geplanten Projekte bis zum Jahr 2015 fertiggestellt sein, könnten sie jährlich mehr als 1.000 Gigawattstunden (GWh) Solarstrom erzeugen, was dem Jahresverbrauch von etwa 150.000 durchschnittlichen Haushalten entspricht. Insgesamt könnte das Programm laut Unternehmensangaben mehr als 1,3 Prozent der gesamten Stromnachfrage von PG&E decken.

Lob von Gouverneur Schwarzenegger
„Ich begrüße das Engagement von PG&E und seine Investitionen in die Erzeugung von sauberem Solarstrom, womit letztendlich mehrere zehntausend Haushalte in Kalifornien versorgt werden können“, sagte Gouverneur Arnold Schwarzenegger. „Diese Initiative wird Kalifornien dabei helfen, seine langfristigen Energie- und Klimaziele zu erreichen, weil es zusätzliche Kapazitäten zur Nutzung der erneuerbaren Energie so schnell wie möglich an das Netz bringt und die Entwicklung „grüner“ Technologien vorantreibt. Kalifornien bleibt damit ein Vorreiter-Staat für diese stark wachsende Branche“.

Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung bis zu 20 MW geplant
„Dieses Programm steht für ein beispielloses Engagement mit Kapital und Fachwissen, um unsere Kunden mit sauberer, erneuerbarer Energie zu versorgen“, betonte Peter Darbee, Vorstand und Präsident von PG&E. „Während viele Projekte zur Nutzung der erneuerbaren Energien ins Stocken geraten sind, können und wollen wir nicht einfach wie bisher weitermachen, wenn wir die Umwelt schützen und die Erwartungen unserer Kunden erfüllen wollen“. Das Solarprogramm von PG&E umfasse mittlere boden- oder dachmontierte Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von typischerweise einem bis hin zu 20 MW im Versorgungsgebiet des Unternehmens. Wo es die Umstände erlauben, will PG&E die Solarkraftwerke auf eigenem Land oder in der Nähe seiner Umspannwerke selbst bauen und finanzieren, heißt es in der Pressemitteilung.

Solarverbände und -industrie begrüßen die Initiative
Sue Kateley, Geschäftsführende Direktorin des kalifornischen Solarenergie-Verbandes (California Solar Energy Industries Association; Rio Vista, Kalifornien) kommentierte: „Wir sind sehr froh, dass PG&E zusätzliche Mittel dafür einsetzt, vermehrt Solarstrom in Kalifornien zu erzeugen. Sein Engagement für Solarenergie und das wohlüberlegte Gleichgewicht zwischen privaten und vom Versorgungsunternehmen durchgeführten Projekten wird für beständiges Wachstum des Solarmarkts in Kalifornien sorgen und gleichzeitig der Umwelt, der Industrie und dem Handwerk zugute kommen“. Julia Hamm, Direktorin der Solar Electric Power Association (SEPA; Washington, DC) und Scheryl Carter, stellvertretende Geschäftsführerin des Umweltverbandes Natural Resources Defense Councils (New York, NY) begrüßten die ehrgeizige Solarinitiative von PG&E ebenfalls.

26.02.2009 | Quelle: Pacific Gas and Electric Company | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen