Oerlikon Solar und Tokyo Electron kooperieren bei Dünnschicht-Photovoltaik

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Tokyo Electron (TEL), weltweiter Lieferanten innovativer Halbleiterfertigungsanlagen, und Oerlikon Solar, Anbieter von Produktionsanlagen für Dünnschichtsilizium- Photovoltaikmodule, haben Ende Februar 2009 eine strategische Kooperation bekanntgegeben. „Mit dieser strategischen Kooperation zwischen TEL und Oerlikon Solar entsteht ein neues Kraftzentrum in der Solarenergie mit direktem Zugriff auf das enorme Potenzial des asiatischen Solarmarktes. Auf einen Schlag stehen wir so zusammen mit TEL im Zentrum des asiatischen Solarmarktes“, sagte Dr. Uwe Krüger, Vorstand von Oerlikon. „Durch die Kooperation mit Oerlikon Solar bietet TEL seinen Kunden ab sofort modernste Fertigungsanlagen und führenden Support. Dabei kann das Unternehmen auf die Technik- und Supportkapazitäten zurückgreifen, die es bei der Halbleiter- und Flachbildschirm-Produktionsausrüstung aufgebaut hat“, so Terry Higashi,
Vorstand und Vorsitzender von Tokyo Electron Limited. Gemeinsam streben Oerlikon und TEL den deutlichen Ausbau der Dünnschichtsilizium-Photovoltaik in Teilen von Asien, Ozeanien und Japan an – Gebiete, die in Bezug auf die Nutzung und den Export von Solarenergie bereits führend seien, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

Produktionsanlagen, Technik und Dienstleistungen von Oerlikon Solar; Vertriebsnetz von TEL
Grundlage der Partnerschaft bilden die erprobte Photovoltaik-Technologie von Oerlikon Solar sowie das umfassende Vertriebs- und Kundendienstnetz und die Erfahrung im Halbleiterbereich des Marktführers TEL. Tokyo Electron übernimmt die exklusive Vertretung der Fertigungsanlagen für Dünnschichtsilizium-Photovoltaikmodule und End-to-End-Produktionslösungen von Oerlikon Solar in Teilen von Asien, Ozeanien und Japan. Darüber hinaus stellt das Unternehmen Mitarbeiter und Dienstleistungen für Installation, Ramp-up und Kundendienst bereit. Oerlikon Solar liefert Produktionsanlagen, Technik und Dienstleistungen für Dünnschichtsilizium-Solarmodule und biete den aufstrebenden Solarmärkten damit entscheidende Kosten- und Leistungsvorteile, betont das Unternehmen. TEL bringe seinerseits mehr als 45 Jahre Erfahrung in der Halbleiter- und Flachbildschirm-Branche ein. „Das etablierte Netz des Unternehmens aus Vertriebs- und Supportmitarbeitern und die bewährte Technologie von Oerlikon Solar bilden im Dünnschicht-PV-Markt eine unschlagbare Kombination“, heißt es in der Pressemitteilung. „Unsere strategische Partnerschaft mit TEL zielt darauf ab, unsere sich ergänzenden Stärken dafür zu nutzen, Qualität und Marktgröße der Dünnschichtsilizium-Photovoltaik entscheidend weiterzuentwickeln, damit wir so die starke Nachfrage nach sauberen und zugleich wirtschaftlichen Energiequellen befriedigen können. Diese Partnerschaft wird unseren Kunden in den aufstrebenden asiatischen Märkten enorm zugute kommen. So profitieren unsere Kunden ab sofort von unseren führenden End-to-End-Fertigungsanlagen für Dünnschicht-Solarmodule und dem umfassenden lokalen Vertriebsnetzwerk und Kundensupport von TEL“, sagt Jeannine Sargent, Vorstandsvorsitzende von Oerlikon Solar.

Enormer Wachstumsmarkt
Gemäß aktueller Prognosen wird der weltweite Markt für Dünnschicht-PV-Module bis 2012 durchschnittlich jährlich um mehr als 60 Prozent wachsen. Diese Wachstumsrate ist mehr als doppelt so hoch wie die für herkömmliche kristalline Photovoltaik. Japan, der drittgrößte Solarmarkt der Welt, plant, seinen Ausstoß an Treibhausgasen bis 2050 um 60 bis 80 Prozent gegenüber 2008 zu senken. Sargent: „Nach Aussagen der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) können PV-Systeme genügend Energie erzeugen, um bis 2030 fast 14 Prozent des Strombedarfs der weltweiten Bevölkerung zu decken.“

In der Massenproduktion erprobt
Seit die ersten Kunden 2007 mit der Massenfertigung begonnen haben, wurden nach Angaben des Unternehmens bereits über 700.000 Module auf Anlagen von Oerlikon Solar produziert – eine schnell wachsende Zahl von Kunden sei im Begriff, die Produktion weiter auszubauen. Oerlikon Solar führte 2008 seine ersten „Micromorph“-Kunden (Inventux, Deutschland, und Auria Solar, Taiwan) zur Massenproduktion. „Micromorph“ sei ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, die Produktionskosten für Solarenergie zu senken und Netzparität zu erreichen. Durch diese patentierte Technologie von Oerlikon Solar werde die Effizienz um bis zu 50 Prozent gesteigert, während gleichzeitig die Kosten pro Watt deutlich sinken, betont das Unternehmen.

03.03.2009 | Quelle: Oerlikon Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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