Spanisches Forschungsinstitut IKERLAN entwickelt Photovoltaik-Module auf Trägermaterial aus Plastik

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Das Technologie-Forschungszentrum IKERLAN (Alava, Spanien), ein privates und als gemeinnützig anerkanntes Institut, das Mechatronik- und Energieprodukte, erforscht und entwickelt, berichtete dass es – erstmalig in Spanien – Solarmodule auf Plastiksubstraten hergestellt hat. IKERLAN erwarte von dieser Neuerung, dass sie die Nutzung der Solarenergie revolutioniere, heißt es in der Pressemitteilung des Forschungszentrums.
Laut IKERLAN sind die wesentlichen Vorteile der neuen Module unter anderem ihre niedrigen Produktionskosten und die nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit der Rohstoffe. Die Photovoltaik-Module seien sowohl biegsam als auch transparent, was die Integration in Fenster und Markisen ermögliche, ohne Fassaden und Gebäude visuell zu beeinflussen. Das halbtransparente Modul von IKERLAN ist zirka 30 x 30 mm groß und verbindet 16 einzelne Solarzellen. Das Forschungszentrum betont, dass die neuen Module in verschiedenen Farben gefertigt werden können. Sie könnten beispielsweise als halbtransparente Fenster oder photoelektrische Vorhänge zum Einsatz kommen, die einen Teil des Lichts durchlassen und in Solarstrom umwandeln. Auch die Integration in Textilien sei vorstellbar. Auf diese Weise könnte beispielsweise tragbare Elektronik wie z. B. Mobiltelefone mit Strom aus Solarzellen versorgt werden, die in Kleidungsstücke, Taschen oder Zeltstoffe eingefügt sind.
IKERLAN wurde 1974 von einer Gruppe von Unternehmen und Institutionen gegründet, die heute die Kooperative „Mondragón Corporación“ bilden. Das Institut hat nach eigenen Angaben mehr als 30 Jahre Erfahrung bei der Kombination und dem Einsatz von Mechanik, Elektronik und Datenverarbeitung sowie der Mikro- und Brennstoffzellentechnologie.

03.03.2009 | Quelle: IKERLAN | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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