Initiative für Neue Energien macht sich für Windparks in Thüringen stark

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Interessierte Bürger und Gemeinden Mittelthüringens sowie Windparkplaner engagieren sich künftig in der Initiative „Neue Energien für Thüringen“. Die Gründung des Aktionsbündnisses wurde aus Sicht der Beteiligten notwendig, weil die Regionale Planungsversammlung Mittelthüringen den Ausbau der Windenergie derzeit vehement verhindere. So wurden in der ersten Offenlegung des Fortschreibungsentwurfes für den Regionalplan Mittelthüringen zur Ausweisung vorgeschlagene Windenergievorranggebiete ohne belegbare Begründung in der zweiten Offenlegung vom 20. November 2008 gestrichen, kritisiert das Aktionsbündnis. Dabei seien die vorgeschlagenen Gebiete ausführlich und über Jahre hinweg auf ihre Verträglichkeit hinsichtlich Umwelt, Landschaftsbild und Beeinträchtigungen für die ansässige Bevölkerung geprüft und in der ersten Offenlegung für geeignet erklärt worden.

Streichung von Windvorranggebieten verhindert mehr als 70 Megawatt Nennleistung
Die Initiative „Neue Energie für Thüringen“ wehrt sich nun gegen die Streichung der Windvorranggebiete. Ab dem 05. März 2009 informiert der interaktive Webauftritt www.neue-energie-thueringen.de über Hintergründe und Aktionen. Zudem planen die Initiatoren die Ansprache der thüringischen Öffentlichkeit sowie die Kontaktaufnahme zu entsprechenden politischen Vertretern. Durch den Wegfall der ursprünglich geplanten Projekte würden mehr als 70 Megawatt Nennleistung aus regenerativen Energiequellen nicht an das öffentliche Netz gehen. Somit müssten jährlich rund 175 Gigawattstunden Strom aus fossilen Energieträgern erzeugt werden, rechnet die Initiative vor. Dies entspräche einem zusätzlichen Ausstoß von über 112 Tonnen Kohlendioxid jährlich (Berechnungsgrundlage: mittlerer CO2-Ausstoß nach deutschem Strommix).

Langfristige regionale Wertschöpfung in der Wirtschaftskrise
Darüber hinaus würden der regionalen Wertschöpfung Investitionsvolumina von insgesamt 150 Millionen Euro fehlen, betont die Initiative. Hiervon könnten vor allem regional agierende Betriebe in hohem Maß Nutzen ziehen, da ein Großteil der Aufträge wie Wegebau, Baugrundgutachten, Fundamentbau, Ausgleichsmaßnahmen und Kabelbau grundsätzlich an ortsansässige Unternehmen vergeben werde. Auch die Gemeinden würden in Millionenhöhe für die öffentlichen Kassen vom Bau neuer Windenergieanlagen profitieren. „Erneuerbare Energien bieten eine langfristige regionale Wertschöpfung, die gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise in strukturschwachen Regionen Bürgern und Gemeinden neue finanzielle Möglichkeiten aufzeigen. Zudem wirken regenerative Energien dem Klimawandel auch im Interesse zukünftiger Generationen aktiv entgegen“, heißt es in der Pressemitteilung der Initiative für Neue Energien. „Von der Errichtung der Anlagen können die Gemeinden durch zusätzliche Einnahmen profitieren und engagieren sich dabei gleichzeitig noch für den Klimaschutz“, erklärt Ralph-Michael Herdler, Bürgermeister der thüringischen Gemeinde Kannawurf.

Initiative „Neue Energie für Thüringen“
Unter der Leitung des im Husumer Haus der Zukunftsenergien ansässigen Entwicklers WKN Windkraft Nord AG unterstützen vor allem thüringische Gemeinden und weitere Windparkplaner die Initiative. Partnerunternehmen der WKN AG sind namentlich EnerPlan Projektentwicklung GmbH, enXco GmbH, eolica wind consult GmbH, GEWI Planungs- und Vertriebs GmbH & Co. KG, Iberdrola Renovables Deutschland GmbH und wpd think energy GmbH & Co. KG.

12.03.2009 | Quelle: WKN Windkraft Nord AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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