DESERTEC Foundation stellt Solar-Konzept für die Mittelmeerregion vor

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Die kürzlich gegründete DESERTEC Foundation präsentierte am 17. März 2009 in Berlin vor über 300 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ihren Vorschlag für eine globale Energiewende. „Sauberer Strom aus den Wüsten der Erde kann innerhalb weniger Jahrzehnte einen erheblichen Beitrag zu Klima- und Energiesicherheit leisten. Besonders die Region rund um das Mittelmeer würde, wie es das DESERTEC Konzept vorsieht, wirtschaftlich wie humanitär von der Nutzung der Sonnen- und Windkraft in den Wüstengebieten profitieren“, sagte Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome und Aufsichtsratsmitglied der DESERTEC Foundation. Studien des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) hätten gezeigt, dass die Wüsten der Erde in weniger als sechs Stunden soviel Energie von der Sonne empfangen, wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht. „Mit anderen Worten: Energie ist im Überfluss vorhanden“, stellt Club of Rome-Mitglied Dr. Gerhard Knies, Physiker und Aufsichtsratsvorsitzender der DESERTEC Foundation, klar.
„Die Frage, die wir lediglich beantworten müssen, ist: Wie kann man diese Energie hinreichend kostengünstig in nutzbare Energie wie Strom umwandeln und zu den Verbrauchern transportieren? Die DESERTEC Foundation hat sich zum Ziel gesetzt, diese Frage zu beantworten.“

Konzentrierende Solarthermie und Photovoltaik könnten mehr als die Hälfte des globalen Stromverbrauchs decken
Mit dem DESERTEC Konzept sei dazu ein wichtiger Schritt getan. Es begegne wirksam zentralen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte: Energiemangel, Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit, drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes u. v. m. Gleichzeitig biete das Konzept neue Wohlstands- und Entwicklungsperspektiven für bisher wirtschaftlich wenig entwickelte Regionen sowie vielversprechende Wachstumsbereiche für wirtschaftlich führende Länder, heißt es in der Pressemitteilung. Nach den Studien des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) können in den Wüstengebieten der Erde solarthermische Kraftwerke (engl. Concentrating Solar-Thermal Power Plants; kurz: CSP) sowie möglicherweise andere Technologien, wie beispielsweise konzentrierende Photovoltaik, aus der Solarstrahlung in spätestens 40 Jahren deutlich mehr als die Hälfte des dann anfallenden weltweiten Strombedarfs wirtschaftlich decken. Man müsste nur etwa 0,3% der weltweiten Wüstenflächen mit Kollektorfeldern bebauen, um den heutigen globalen Strombedarf von 18.000 Terawattstunden pro Jahr zu decken, rechnet die DESERTEC Foundation vor. Pro Mensch entspreche das etwa zwanzig Quadratmeter Wüste. Bei entsprechender Bereitschaft der Politik, jetzt die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, könnte eine Umsetzung des DESERTEC Konzepts vielleicht sogar schon in weniger als 30 Jahren erreicht werden.

20.03.2009 | Quelle: DESERTEC Foundation Initiative des CLUB OF ROME; Büro Hamburg | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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