BP Solar will Kosten senken und Photovoltaik-Produktion in Spanien schließen

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BP Solar hat am 31.03.2009 Pläne zur Optimierung des Produktionsportfolios angekündigt, um Fertigungskosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dieses Ziel soll niedrigere Liefer- und Herstellungskosten und die Fokussierung auf das Wachstum der weltweit wettbewerbsfähigsten Photovoltaik-Produktionsstandorte erreicht werden, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Als Folge daraus beabsichtige BP Solar, die Modulfertigung am Standort Frederick (Maryland) einzustellen und die Zell- und Modulproduktion in Madrid (Spanien) zu schließen. Das Silizium-Casting und -Sizing, sowie die Wafer- und Zellenherstellung sollen am Standort in Frederick verbleiben. „Wir tun dies in einer Zeit, in der Solarmärkte von den Auswirkungen der globalen Wirtschaftssituation, einem überversorgten Markt, verstärktem Wettbewerb und rasch fallenden Preisen erschüttert werden“, so der BP Solar-Vorstand, Reyad Fezzani.
„Die Entscheidung ist Teil unserer langfristigen Strategie die Kosten für Solarstrom soweit zu reduzieren, dass sie dem Niveau der konventionellen Stromversorgung entsprechen.“

Abbau von mehr als 600 Stellen
Die Ausgliederung der Modulfertigung in Frederick führt nach Angaben des Unternehmens zu einem Verlust von etwa 140 von 600 Arbeitsplätzen. In Spanien belaufe sich der Abbau auf zirka 480 von 575 Stellen, wovon 280 davon auf den Standort in Tres Cantos und rund 200 auf den Standort in San Sebastian de Los Reyes entfallen. „Wir bedauern die Auswirkungen dieser Geschäftsentscheidung auf unsere Mitarbeiter und das lokale Umfeld zutiefst“, erklärte Fezzani. „Wir blicken an den Standorten Madrid und Frederick auf eine lange Geschäftsgeschichte zurück. In Frederick wird die hochtechnologische Herstellung von Ingots, Wafern und Zellen fortgeführt. Das Engineering, die Forschung, die Produktentwicklung, Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowie auch sonstige geschäftsunterstützende Funktionen werden in Frederick und Madrid weiterhin verbleiben.“

Vorstand Reyad Fezzani: „Sowohl Europa als auch die USA werden Schlüsselmärkte für Photovoltaik bleiben“
2008 unterzeichnete BP Solar eine Reihe von strategischen Vereinbarungen mit einigen qualitativ hochwertigen Wafer- und Zelllieferanten, um die eigenen Produktionskapazitäten zu ergänzen. Trotz der angekündigten Reduzierungen werde für die Jahre 2009 und 2010 ein Anstieg der globalen Gesamtproduktionskapazität von BP Solar erwartet, heißt es in der Pressemitteilung. 2009 verfügt BP Solar nach eigenen Angaben über Rohmaterialien und die Mittel zur Herstellung und zum Verkauf von 320 MW an Solarmodulen. Das bedeute einen Umsatzanstieg um 100 % gegenüber 2008. Zudem verfüge BP Solar über stabile, langfristige Verträge mit weltweit führenden Lieferanten zur Versorgung mit qualitativ hochwertigem Silizium. Mit Blick auf die weiteren Aussichten für den Solarmarkt fügt Fezzani hinzu: „Sowohl Europa als auch die USA werden Schlüsselmärkte für Photovoltaik bleiben. BP Solar bleibt seinen Kunden verpflichtet, die auch weiterhin qualitativ hochwertige Solarsysteme mit niedrigsten Kosten über die gesamte Lebenszeit erwarten. Wir sind davon überzeugt, dass ein wachsender Markt auch weiterhin die Möglichkeit bietet, Arbeitsplätze im Solarbereich zu schaffen. Drei von vier Arbeitsplätzen liegen dabei im nachgelagerten Vertrieb, der Installation und Finanzierung von Solaranlagen sowie in sonstigen unterstützenden Dienstleistungen.“

09.04.2009 | Quelle: BP Alternative Energy | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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