Kraft-Wärme-Kopplung: KWK-Modellstadt Berlin und Bundesregierung ausgezeichnet

NULL

Der europäische Dachverband der Hersteller und Anwender von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung, COGEN Europe, hat die Initiative KWK Modellstadt Berlin mit dem „COGEN Europe Recognition Award 2009“ in der Kategorie Marktentwicklung ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand während der Jahrestagung des Verbandes in Brüssel statt. Die Initiative erhält die Auszeichnung für ihren einzigartigen Ansatz, auf breiter Ebene über Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu informieren. Die Initiative der Berliner Energieagentur (BEA) in Kooperation mit der Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (GASAG), dem Energieunternehmen Vattenfall und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, setzt sich seit August 2008 für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Berlin ein.
Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, würdigt sie doch unser Engagement für mehr KWK in Berlin. Die Hauptstadt nimmt zwar deutschlandweit einen Spitzenplatz ein, dennoch ist es möglich und sinnvoll, den Anteil auf knapp 60 Prozent bis 2020 zu erhöhen.“ Ziel der Initiative KWK Modellstadt Berlin ist es, die Berliner Öffentlichkeit über die Technik und ihre Vorteile zu informieren, heißt es in der Pressemitteilung. Die Einsatzmöglichkeiten in privaten sowie gewerblich und industriell genutzten Gebäuden stünden dabei im Mittelpunkt. Darüber hinaus positioniere die Initiative Berlin konsequent als KWK-Modellstadt mit Vorbildfunktion für andere Städte und Regionen in Deutschland und im Ausland. Schirmherr der Initiative ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Bundesregierung setzt gezielt auf KWK
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Bundesregierung für ihren Einsatz für die Kraft-Wärme-Kopplung, berichtet die Berliner Energieagentur in der Pressemitteilung. Sie hat den „COGEN Europe Recognition Award“ in der Kategorie „Policy-Entwicklung“ erhalten. Deutschland hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß um 36 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Um diese Vorgabe zu erreichen, setzt die Bundesregierung gezielt auf Kraft- Wärme-Kopplung. Das im Januar in Kraft getretene novellierte Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz fördert den Neubau und die Modernisierung von KWK. Im Fokus stehen große, mittlere und kleine Anlagen. Auch das Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen setzt auf Marktanreize. Durch diese Maßnahmen will die Bundesregierung den KWK-Anteil an der deutschen Stromerzeugung bis 2020 von heute 13 Prozent auf 25 Prozent verdoppeln.
Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme. Die bei der Stromproduktion entstandene Wärme wird weiter zur Warmwasseraufbereitung verwendet. So nutzt Kraft-Wärme-Kopplung vorhandene Energieträger optimal aus und reduziert dadurch den Ausstoß schädlicher Klimagase. Bis zu 90 Prozent der eingesetzten Energie werden genutzt und Verluste auf ein Minimum reduziert.

25.04.2009 | Quelle: Berliner Energieagentur GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen