Durchsichtig aber nicht durchlässig: Wärmeschutzfenster senken Heizkosten und vermeiden Überhitzung im Sommer

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Neue Fenster sind elementarer Bestandteil einer energieeffizienten Altbaumodernisierung, denn durch alte Fenster entweicht im Vergleich zu modernen Verglasungen oft das Vierfache an Heizenergie, Zugluft senkt den Wohnkomfort und hohe Heizkosten sind die Folge. Doch nicht nur im Winter sind alte Fenster unangenehm. Im Sommer dringe Wärme von außen leichter in die Wohnung und trägt zur Überhitzung bei. Damit beim Fensteraustausch keine folgenreichen Fehler gemacht werden, solle ein Energieberater hinzugezogen werden, empfiehlt Claudia Rist vom Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung.

Wärmeschutzverglasung auch für Altbauten
Fenster leisten weit mehr, als Räume zu belichten und zu belüften. Sie schützen vor Wärme und Kälte, Regen und Lärm. „Der Schutz vor Wärme und Kälte ist umso besser, je höher der Dämmwert ist. Alte Fenster haben oft einen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) zwischen 2,6 und 5 W/m²K. Moderne Fenster mit einer Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung und hochwertigen Rahmen erreichen inzwischen einen U-Wert von nur noch 1,1 bis 1,5.“, erklärt Dieter Bindel, Vorsitzender des baden-württembergischen Landesverbands der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH). Selbst bei winterlichen Außentemperaturen bleibe so die raumseitige Scheibe mit 16 Grad Celsius angenehm warm. Noch besser dämmen Fenster mit einer Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung (U-Wert 0,7). Ursprünglich nur in Passivhäusern zu finden, werden sie heute zunehmend auch in der Gebäudesanierung eingesetzt.

Der optische Gewinn neuer Fenster sei ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Mit modernen Fenstern können Hausbesitzer die Fassade ihres Hauses deutlich aufwerten. Die Auswahl an Ausführungen und Materialien ist riesig: Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenster, mit und ohne Sprossen, mit Klapp-, Kipp- oder Schiebebeschlägen stehen zur Verfügung. „Welche Modelle für welchen Fall am besten geeignet sind, lässt sich am besten mit einem erfahrenem Energieberater klären“, so Claudia Rist. Der Energieberater könne auch weitere Tipps geben. Denn der Ersatz alter Fenster sei meist nur ein Schritt von vielen zur Sanierung im Altbau. Mit der Erneuerung der Fenster ist beispielsweise oft eine Dämmung der Fassade angebracht. Der Grund: Neue Wärmeschutzfenster in Verbindung mit einer ungedämmten, kalten Fassade erhöhen das Schimmelrisiko.
Weitere Informationen unter http://www.zukunftaltbau.de

10.05.2009 | Quelle: Zukunft Altbau | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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