Hauptversammlung der SolarWorld AG beschließt Deckelung der Vorstandsgehälter; Vorstandschef Asbeck: Grid Parity ab 2012

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Die Aktionäre des Photovoltaik-Unternehmens SolarWorld AG haben auf der zehnten ordentlichen Hauptversammlung ihrer Gesellschaft ein Zeichen für eine angemessene Höhe von Managergehältern in Deutschland gesetzt. Die Hauptversammlung, auf der über 1.000 Aktionäre und Aktionärsvertreter anwesend waren, ist dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand gefolgt und hat eine Begrenzung der Bezüge jedes Vorstandsmitglieds auf das Zwanzigfache des Brutto-Durchschnittseinkommens im Konzern beschlossen. Gastredner und Wirtschaftsrechtsexperte Prof. Dr. Marcus Lutter würdigte die Initiative der Unternehmensführung vor der Hauptversammlung „als historisches Ereignis ohne Vorbild in der Geschichte der Bundesrepublik“.
Es sei richtig, „die Entscheidung über eine Begrenzung in die Hände des Eigentümers, also der Aktionäre in ihrem Organ Hauptversammlung zu legen. Wir können stolz sein auf die Verwaltung dieses Unternehmens“. Der Vorschlag sei auch richtungweisend für eine funktionierende Wirtschaftsgesellschaft. Dazu der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Claus Recktenwald: „Die Organe der SolarWorld bekennen sich seit der Gründung vor zehn Jahren zu Augenmaß und Bodenhaftung. Das war auch unsere Motivation, gegen gesetzgeberischen Aktionismus anzutreten und selbst aktiv zu werden. Dass der Vorstand der SolarWorld AG hier vorangeht, ist einmal mehr richtungweisend.“

Dividendenkontinuität als Ausdruck solider Verfassung
Die Hauptversammlung beschloss außerdem zum neunten Mal in Folge die Ausschüttung einer Dividende. Die Erfolgsbeteiligung der Aktionäre für das Geschäftsjahr 2008 beträgt 0,15 Eurocent (Vorjahr: 0,14). Die Ausschüttung erfolgt am 22. Mai 2009. Der größte Teil des Bilanzgewinns der Aktiengesellschaft wird in die Gewinnrücklagen eingestellt und stärkt damit die Kapitalbasis des Konzerns. SolarWorld Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck nannte die „Dividendenanhebung mit Augenmaß“ einen Ausdruck für die „solide Verfassung unseres Unternehmens“. Die finanzielle Stärke der SolarWorld sei ein Schlüssel zum Erfolg. „Finanzielle Solidität sichert unsere Investitionsvorhaben und ist ein wichtiger Baustein unserer Qualitätsorientierung. Damit haben wir eine starke Marke geschaffen, die uns eine Top-Position im Markt sichert.“

Vorstandschef Asbeck: Grid Parity von Solarstrom ab 2012
Die Vertriebsoffensive der „Dachsparkasse“ sei vor diesem Hintergrund ein großer Erfolg, betont Asbeck: „Qualitativ hochwertige Solarstromtechnologie bietet solide und dauerhafte Renditen vom Dach. Diese Verlässlichkeit wissen unsere Kunden zu schätzen.“ Die SolarWorld Qualität bewährt sich auch im Umfeld nachgebender Preise als Stabilitätsfaktor. Die notwendige Preisdegression im Markt wird laut Vorstandschef Asbeck dazu führen, dass Solarstrom vom Dach ab 2012 nicht mehr teurer sein wird als konventioneller Strom aus der Steckdose (Netzparität; Grid Parity).
Die Hauptversammlung stimmte sämtlichen weiteren Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Ihrer hohen Zufriedenheit mit der Unternehmensführung und seines höchsten Kontrollorgans gaben die Aktionäre durch eine überwältigende Zustimmung zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat Ausdruck, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

22.05.2009 | Quelle: SolarWorld AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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