Münchener Rück: Neue Versicherungslösungen für eine CO2-arme Energieversorgung – Solarstrom aus der Wüste

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Der Umbau der Energieversorgung hin zu mehr erneuerbaren Energien und klimafreundlichen Technologien sei eine der zentralen Aufgaben der Weltwirtschaft zur Eindämmung des Klimawandels in den kommenden Jahren, so die Münchener Rück in einer Pressemitteilung. Das Versicherungsunternehmen leiste als Risikoträger seien Beitrag zu einer CO2-armen Energieversorgung, in dem es Investoren in neue Kraftwerkstechnologie mit innovativen Versicherungslösungen Planungssicherheit gebe. Selbst die großindustrielle Nutzung der Sonnenenergie in den Wüsten Nordafrikas müsse keine Utopie bleiben, heißt es in der Pressemitteilung.
Sie könnte mittelfristig neue Geschäftspotenziale bringen und Energiesicherheit mit Klimaschutz vereinen. Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 16.06., ein Konsortium deutscher Konzerne, darunter die Münchener Rück, Siemens, die Deutsche Bank und RWE, prüften, wie die großen Solaranlagen in der Wüste finanziert werden können.

Solarstrom aus der Wüste ist technologisch bestechend und auch realisierbar
Strom aus solarthermischen Kraftwerken, der in Nordafrika produziert und von dort über neue Gleichstrom-Hochspannungsnetze nach Europa transportiert wird, könnte im nachhaltigen Energiemix der Zukunft eine entscheidende Rolle einnehmen, heißt es in der Pressemitteilung. “Dies ist keine ferne Vision mehr, sondern technologisch bestechend und auch realisierbar. Desertec setzt langfristig eindeutig die richtigen Anreize, nämlich für Klimaschutz und eine CO2-arme Energiewirtschaft. Deshalb starten wir einen Dialog mit visionären Denkern und Unternehmen, die wie wir von den enormen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Potenzialen von Desertec überzeugt sind”, so Vorstandsmitglied Jeworrek.

Neue Veröffentlichung: “Munich Re newables – Unser Beitrag für eine CO2-arme Energieversorgung”
Die Münchener Rück ist mit Risikotransferlösungen für alle Formen der Nutzung erneuerbarer Energien am Markt, so das Unternehmen. Die neuen Deckungskonzepte werden in der am 16.09.2009 veröffentlichten Publikation “Munich Re newables – Unser Beitrag für eine CO2-arme Energieversorgung” detailliert vorgestellt. “Zur Entwicklung solcher Versicherungslösungen ist innovatives Denken gefragt”, sagt Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands der Münchener Rück: “Ob es sich dabei um die klassischen erneuerbaren Energieformen Wasser und Wind oder um neue Wege der Stromerzeugung durch solarthermische Kraftwerke oder Photovoltaik handelt: Letztlich geht es immer darum, die Investitionsrisiken für den Kapitalgeber zu minimieren. So erschließen wir uns als führender Rückversicherer neue Geschäftsfelder.”

Leistungsgarantie-Versicherung für die Hersteller von Photovoltaik-Modulen
Jüngstes Beispiel einer innovativen Versicherungslösung sei die Leistungsgarantie-Deckung für die Hersteller von Photovoltaik-Modulen, die im Markt auf sehr große Resonanz stoße. Die Münchener Rück biete den Herstellern damit die Möglichkeit, sich Versicherungsschutz für den Fall einzukaufen, dass bilanzrechtlich vorgeschriebene Rückstellungen für Reklamationen aus Leistungsgarantien nicht ausreichen. Ziele diese Lösung auf die technische Qualität der Solarmodule ab, so gehe es bei anderen Leistungsgarantie-Lösungen um die Launen der Natur. Sonne und Wind stehen als Primärenergie zwar kostenlos zur Verfügung. Das Aufkommen schwankt jedoch auch bei sehr gut geeigneten Standorten im Laufe der Zeit erheblich. Die Münchener Rück biete deshalb spezielle Wind- und Sonnendeckungen an, welche die Volatilität der Erträge minimieren und an den konkreten Absicherungsbedarf eines Investors oder einer finanzierenden Bank angepasst werden.

Versicherungen für Offshore-Windparks und Geothermie
Maßgeschneiderte Versicherungslösungen der Münchener Rück gibt es auch für die Unwägbarkeiten beim Bau der vielen geplanten Offshore-Windparks, in die in den nächsten Jahren viele Milliarden Euro investiert werden, sowie für die Geothermie: Dort hänge der Erfolg entscheidend davon ab, ob bei einer Bohrung eine ausreichende Menge an genügend heißem Wasser vorgefunden wird. Investitionen von oft mehr als 10 Millionen Euro stünden pro Projekt im Risiko.
Weitere Informationen zum Desertec-Konzept auf dem Solarserver:

– Solarstrom aus der Wüste: Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund
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– Interview: Desertec – Strom aus der Wüste: Chance oder Fehler?
– Broschüre “Munich Re newables – Unser Beitrag für eine CO2-arme Energieversorgung” ( 56 S.) zum Herunterladen unter http://www.munichre.com/publications/302-05954_de.pdf

16.06.2009 | Quelle: Münchener-Rück-Gruppe | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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