USA: Solar-Branchenverband SEIA kritisiert Verzögerungen der Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien

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Der Präsident und Vorstand des US-Solarindustrieverbandes SEIA (Solar Energy Industries Association; Washington, D.C.), Rhone Resch, kommentierte am 09. Juli 2009 die Richtlinien des US-Finanzministeriums (US Department of Treasury; DOT), zur Förderung erneuerbarer Energien, die durch das Konjunkturpaket (American Recovery and Reinvestment Act; ARRA) am 17. Februar in die Wege geleitet worden waren: “Die Richtlinien des Finanzministeriums erlauben es Solarunternehmen, formell Bewerbungen einzureichen, die zu einem späteren Zeitpunkt bewilligt werden. Sobald das Finanzministerium die Anträge bewilligt, wird die Solar-Branche mehrere zehntausend Arbeitsplätze schaffen und Investitionen in erneuerbare Energien freisetzen”.

Dutzende große Solar-Projekte in der Pipeline
Die Finanzierung gewerblicher Solaranlagen, auch im Kraftwerksmaßstab, hat laut Resch unter der Unsicherheit an den Finanzmärkten sowie an den Erwartungen an das Konjunkturprogramm gelitten. Resch geht davon aus, dass nun Dutzende der geplanten, großen Solar-Projekte verwirklicht werden können. “Obwohl die heutige Ankündigung für die wirtschaftliche Erholung ein großer Schritt vorwärts ist und neuen Schwung bringt, warten wir noch immer auf die endgültigen Richtlinien für verschiedene weitere Konjunkturprogramme wie zum Beispiel die Kreditbürgschaften des Energieministeriums und die Steuervorteile für die produzierende Industrie. Diese Programme müssen vollständig umgesetzt werden, damit die Solarbranche die wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen kann”, betonte Resch. Laut SEIA können die Vorgaben des Konjunkturprogramms für die Solarenergie allein im Jahr 2009 bis zu 60.000 Arbeitsplätze schaffen.

Branchenkenner fordert Verlängerung der Fristen für bestehende Förderprogramme
Resch betonte: “Weil das Finanzministerium so viel Zeit für die Veröffentlichung der Richtlinien gebraucht hat, fordern wir den Kongress auf, die Förderprogramme im Rahmen der Energie-Gesetze (energy bill), die momentan diskutiert werden, um ein Jahr zu verlängern, damit das Programm die Ziele im Hinblick auf Arbeitsplätze und Investitionen erreichen kann”. Die Richtlinien des Finanzministeriums waren als Teil eines Programms geplant, das im Rahmen des ARRA ins Leben gerufen worden war. Es ermöglicht die Förderung der Investitionen in Solaranlagen, die im Jahr 2009 und 2010 in Betrieb genommen werden in Höhe von bis zu 30 Prozent der Kosten.” Laut SEIA ist dieses Förderprogramm eine wichtige Alternative zu den Steuerverünstigungen im Rahmen der so genannten solar investment tax credits, die von der US-Regierung im Oktober 2008 verlängert worden waren und die laut SEIA wegen des aktuellen wirtschaftlichen Klimas nicht wie geplant greifen.

14.07.2009 | Quelle: SEIA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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