Solarthermische Kraftwerke: Solar Millennium schließt geplante Anteilsverkäufe von Andasol 1 und 2 ab

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Die Solar Millennium AG (Erlangen) hat erneut erfolgreich Anteile an von ihr entwickelten solarthermischen Kraftwerken veräußert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die von der Solar Millennium Gruppe gehaltenen Anteile an den Kraftwerksgesellschaften von Andasol 1 und 2 in Höhe von jeweils 25 Prozent seien am 16.07.2009 an die spanische ACS/Cobra-Gruppe verkauft worden, die in der Vergangenheit schon die übrigen Anteile an diesen beiden Kraftwerksprojekten von Solar Millennium erworben hatte. Mit dem Anteilsverkauf erziele Solar Millennium den für das laufende Geschäftsjahr vorgesehenen Ergebnis-Sondereffekt in Höhe von rund 12 Millionen Euro. Dieser Sondereffekt habe sich aus der Planabweichung des Vorjahres ergeben.
Zugleich werde damit das ursprünglich vorgesehene Fondskonzept für Andasol 1 und 2 nicht weiterverfolgt. Mit dem Verkauf der Anteile verbessere sich die gute Liquidität der Solar Millennium AG nochmals deutlich, betont das Unternehmen. Über die Details des Kaufvertrags sei Stillschweigen vereinbart worden.

Solarstrom für eine halbe Million Menschen
Bei den Projekten Andasol 1 und 2 handelt es sich um die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas, die von der Solar Millennium AG initiiert und entwickelt wurden. Beide Anlagen sind bereits fertig gestellt und speisen Solarstrom in das spanische Hochspannungsnetz ein. Zusammen mit dem Solarkraftwerk Andasol 3, das Solar Millennium gemeinsam mit Stadtwerke München, RWE Innogy, RheinEnergie und MAN Ferrostaal realisiert, werden die Andasol-Kraftwerke rund eine halbe Million Menschen mit umweltfreundlichem Solarstrom versorgen. Die Technologie für das Solarfeld liefert bei allen drei Kraftwerken die Solar Millennium Tochter Flagsol GmbH (Köln). Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium: “Der Anteilsverkauf von Andasol 1 und 2 an unseren spanischen Projektpartner ist für uns der erfolgreiche Abschluss unserer ersten beiden Projekte in Europa. Von der ACS/Cobra-Gruppe, die beide Kraftwerke zusammen mit Solar Millennium realisiert hat, lag uns für die zum Verkauf anstehenden Anteile das attraktivste Angebot vor. Somit können wir abermals mit dem Verkauf von Anteilen an Kraftwerksgesellschaften einen wichtigen Teil unseres Geschäftsmodells erfolgreich umsetzen.”

Finanzvorstand Mayer: Projektpipeline in den USA gut gefüllt; Engagement für Desertec
“Mit der erfolgreichen Transaktion und der dadurch nochmals deutlich verbesserten Liquiditätslage sind wir bestens gerüstet für die Umsetzung der nächsten Kraftwerksprojekte”, sagt Thomas Mayer, Finanzvorstand von Solar Millennium. “Spanien ist für uns weiterhin ein wichtiger Markt, in den wir auch zukünftig investieren werden. Aber auch in den USA, dem nächsten großen Markt, ist unsere Projektpipeline gut gefüllt. Darüber hinaus setzen wir unsere Internationalisierungsstrategie auch durch die Entwicklung von Solarkraftwerksprojekten in weiteren Ländern zielstrebig um. Insofern ist es konsequent, dass die Solar Millennium-Gruppe ihre Kompetenzen in die Desertec Industrial Initiative einbringt. Für uns ist Desertec ein wichtiger Eckpfeiler für die sichere und wirtschaftliche Energieversorgung Europas und Nordafrikas.”

17.07.2009 | Quelle: Solar Millennium AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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