Gartner kommentiert Quartalsergebnis und angekündigtes Photovoltaik-Förderprogramm von First Solar

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Der Photovoltaik-Hersteller First Solar Inc. (Tempe, Arziona) veröffentlichte am 30. Juli 2009 das Ergebnis für das am 27. Juli 2009 beendete zweite Quartal. Das US-Forschungs- und Beratungsunternehmen für Informationstechnologien, Gartner Inc. (Stamford, Connecticut), kommentiert die First Solar-Ergebnisse: Herausragend sei der um 26 Prozent gestiegene Umsatz, die um 32 Prozent auf 290 Megawatt (MW) gesteigerte Produktionskapazität, eine Verbesserung des Modul-Wirkungsgrads auf 10,9 Prozent und die um 6,5 Prozent niedrigeren Kosten. First Solar könne nun Module für 0,87 US-Dollar (0,60 Euro) pro Watt produzieren.
Mike Ahearn, Vorstand von First Solar, habe in einer Telefonkonferenz zum Geschäftsergebnis außerdem ein Förderprogramm für den wichtigen deutschen Solarmarkt angekündigt, das Freiflächen-Photovoltaikanlagen und gewerblich betriebene Aufdach-Solarstromanlagen umfassen soll. Damit wolle First Solar sowohl dem Druck begegnen, der von den niedrigen Preisen für Solarmodule auf Basis von kristallinem Silizium (c-Si) ausgeht, als auch die Finanzierung solcher Projekte erleichtern.

Dünnschicht-Hersteller reagiert auf Preisdruck von c-Si-Modulen
First Solar hat sich laut Gartner sehr gut entwickelt, weil alle vier Produktionsstätten des Unternehmens in Malaysia bis zum Ende des zweiten Quartals ihre vollständige Kapazität erreichen konnten und das Unternehmen kontinuierlich danach arbeite, die Kosten zu senken, zum Beispiel durch den Bezug billigerer Rohstoffe, die Verlagerung der Produktion an günstigere Produktionsstandorts und einer höheren Auslastung der Fertigungslinien. First Solar habe seine jährliche Produktionskapazität auf mehr als 1 Gigawatt (GW) ausgebaut das Unternehmen expandiere nach wie vor weit über den deutschen Markt hinaus. Das Unternehmen baut laut Gartner gegenwärtig seine Projekt-Pipeline in den USA aus und ist eine wichtige strategische Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen EDF Energies Nouvelles eingegangen. Dennoch gehen die Analysten davon aus, dass die schwankenden Photovoltaik-Preise sich auch auf First Solar auswirken können, obwohl das Unternehmen bereits auf den Preisdruck der c-Si-Wettbewerber reagiert hat. Laut Gartner führen die sinkenden Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Silizium-Photovoltaik dazu, dass der Preisvorteil der Cadmiumtellurid-Dünnschichttechnologie (CdTe) von First Solar schwindet. Jim Hines, Forschungs-Direktor bei Gartner, berichtet, dass die Preise für in China produzierte Module auf der Basis von kristallinem Silizium bei rund annähernd 2 US-Dollar (1,38 Euro) pro Watt liegen und dass bis Jahresende mit Preisen von 1,80 US-Dollar (1,25 Euro) pro Watt zu rechnen sei. Obwohl das Förderprogramm von First Solar auf einen Teilmarkt beschränkt sei, zeige es, dass das First Solar angemessen auf den Druck im Photovoltaik-Markt reagiere, betont Gartner.

07.08.2009 | Quelle: Gartner Inc.; Jim Hines | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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