Deutscher Bauernverband: Solarzellen gehören nicht auf wertvolle Acker- und Grünlandflächen

NULL

Der Fachausschuss für Nachwachsende Rohstoffe des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat die Forderung unterstrichen, dass auf Ackerflächen grundsätzlich die Produktion von Nahrungsmitteln, Futtermitteln und Biomasse für die Bioenergieerzeugung Vorrang haben soll. Wertvolle Acker- und Grünlandfläche müssten vor Überbauung geschützt werden, so der DBV in einer Pressemitteilung. Augenblicklich entstehe in vielen Kommunen eine Welle von Bauanträgen für großflächige Photovoltaik-Anlagen, was viele landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Zukunftsentwicklung bedrohe, so der DBV.
Vorrang für Dächer gefordert
Der Deutsche Bauernverband fordert daher, bei der Errichtung von Solarstromanlagenanlagen einen Vorrang für Dachflächen, für bereits versiegelte Flächen, für Konversionsflächen etc. vor landwirtschaftlichen Nutzflächen. Landwirtschaftliche Nutzflächen dürfen nach Auffassung des DBV nur noch dann für Photovoltaikanlagen genutzt werden, wenn für diese Flächen kein nachhaltiges Nutzungsinteresse von Seiten der Landwirtschaft bzw. keine Gefährdung der Entwicklungsmöglichkeiten der ortansässigen landwirtschaftlichen Betriebe besteht. An die Kommunen appelliert der Verband, dies bei der Bauleitplanung zu beachten. Bei der Standortwahl von Photovoltaikanlagen müssten grundsätzlich agrarstrukturelle Belange besonders berücksichtigt werden. Es dürfe auch kein zusätzlicher Flächenverbrauch durch Ausgleichsflächen für Photovoltaikanlagen entstehen, fordert der DBV.

08.09.2009 | Quelle: Deutscher Bauernverband (DBV) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen