Photovoltaik-Produktionsanlagenhersteller Roth & Rau eröffnet Tochtergesellschaft und Technologiezentrum in der Schweiz

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Die Roth & Rau Switzerland AG, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Roth & Rau AG (Hohenstein-Ernstthal), hat im Rahmen des im Mai 2008 geschlossenen Kooperationsvertrags mit dem Schweizer Institut für Mikrotechnologie (EPFL/IMT) die erste Forschungslinie in den Räumlichkeiten des EPFL/IMT in Neuchâtel installiert, ein kompetentes Forschungsteam aus Wissenschaftlern und Ingenieuren aufgebaut und damit die Weichen für den Erfolg des dreijährigen Entwicklungsprojektes gestellt. Dabei sollen Anlagen, Technologien und Prozesse für die Herstellung hocheffizienter kristalliner Silizium-Solarzellen auf Basis der Hetero-Junction-Technologie entwickelt werden, berichtet die Roth & Rau AG in einer Pressemitteilung.

Forschungslinie für die Entwicklung der übernächsten Solarzellen-generation
Anlässlich der offiziellen Eröffnung der Roth & Rau Switzerland AG am 15.10.2009 sowie des Technologiezentrums am IMT erläutert der Konzernchef, Dr. Dietmar Roth, den aktuellen Fortgang des Projekts: “Wir forschen in Neuchâtel bereits intensiv an der übernächsten Solarzellengeneration, mit der Wirkungsgrade von 20 und mehr Prozent möglich sind. Die ersten vielversprechenden Ergebnisse haben wir bereits erzielt und sind daher zuversichtlich, die neuen Fertigungstechnologien inklusive der dafür notwendigen Anlagentechnik und Prozesse bereits ab 2011 in die Massenproduktion überführen zu können.”

Hetero-Junction-Solarzellen mit hohen Wirkungsgraden und ausgezeichnetem Temperaturverhalten
Bei der Hetero-Junction-Technologie handle es sich um ein bereits bekanntes Verfahren, das bis heute erst von einem einzigen Unternehmen industriell genutzt werde. Hetero-Junction-Zellen basierten auf einem recht einfachen Niedertemperatur-Herstellkonzept. Sie zeichneten sich durch eine ausgezeichnete Passivation aus, welche zu sehr hohen Wirkungsgraden und ausgezeichnetem Temperaturverhalten führe. Damit bereite sich Roth & Rau optimal auf die notwendigen Erneuerungs-, aber auch Erweiterungsinvestitionen ihrer bestehenden Kunden vor, die durch den zunehmenden Kostendruck im Markt gezwungen seien, in die nächste Technologiegeneration zu investieren. “Unser Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft mit innovativen Produkten zu sichern und damit langfristig weiter zu wachsen. Umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung, wie hier in Neuchâtel, bilden dafür die Grundlage”, sagt Dr. Bernd Rau, Geschäftsführer der Roth & Rau Switzerland AG und auf Konzernebene verantwortlich für Forschung und Entwicklung.
Das Institut für Mikrotechnologie der Universität Neuchâtel ist für seine Arbeiten sowohl auf dem Gebiet der Dünnschicht-Silizium-Solarzellen als auch auf dem der kristallinen Silizium-Solarzellen anerkannt. Das Institut war in der Vergangenheit an der Gründung mehrerer Unternehmen beteiligt und konnte erfolgreich wesentliche Technologie-Transfers in Zusammenarbeit mit Solarzellenherstellern sowie mit einem führenden Anbieter von Produktionsanlagen für Dünnschicht-Silizium-Solarzellen umsetzen.

16.10.2009 | Quelle: Roth & Rau AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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