Photovoltaik-Produzent Q-Cells SE beendet Wafer-Liefervertrag mit LDK Solar

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Die Q-Cells SE (Bitterfeld-Wolfen) hat den im Dezember 2007 mit dem chinesischen Solar-Unternehmen LDK Solar geschlossenen Vertrag über die Lieferung von Solar-Wafern beendet, da LDK Solar wesentliche vertragliche Pflichten nicht erfüllt habe, berichtet Q-Cells in einer Pressemitteilung. Die ursprüngliche Vereinbarung sah laut Q-Cells die Lieferung von Solar-Wafern auf der Grundlage einer vertraglich fixierten Siliziummenge von insgesamt 43.000 Tonnen in den Jahren 2009 bis 2018 vor, wobei auf das Jahr 2009 Waferlieferungen auf Basis von rund 1.000 Tonnen Silizium entfielen. Q-Cells habe im Rahmen dieses Vertrages Anfang des Jahres 2008 eine Anzahlung in Höhe von 244,5 Millionen US-Dollar geleistet, die im Falle der Vertragsbeendigung zurückgefordert werden könne und durch eine Bankgarantie einer deutschen Bank auf erstes Anfordern gesichert sei.

Q-Cells will Bankgarantie für geleistete Anzahlung in Anspruch nehmen
Die Vertragsparteien seien hinsichtlich der Wirksamkeit der Vertragsbeendigung unterschiedlicher Auffassung, berichtet Q-Cells. Die direkten Gespräche beider Unternehmen sowie ein parallel laufendes Schlichtungsverfahren an der Internationalen Handelskammer (International Chamber of Commerce ICC) in Paris hätten bisher zu keiner gütlichen Einigung geführt. Einen von der LDK Solar gestellten Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Inanspruchnahme der Bankgarantie habe das Landgericht Berlin zurückgewiesen. Daher werde Q-Cells von der Möglichkeit Gebrauch machen, die für die geleistete Anzahlung gestellte Bankgarantie in Anspruch zu nehmen.

05.11.2009 | Quelle: Q-Cells SE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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