Solarzellen-Absatz in Japan wieder auf Rekordniveau

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Nach einem starken Umsatzeinbruch im ersten Quartal 2009 (-22% zum Vorquartal) können die japanischen Photovoltaik-Hersteller einen Rekordabsatz verzeichnen, berichtet die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan in einer Pressemitteilung. Von Juli bis September 2008 seien rund 245 Megawatt (MW) verkauft worden, im selben Quartal 2009 stieg der Solarzellen-Absatz auf fast 398 MW (+ 31%). Treiber seien ein wieder anziehender Auslandsabsatz und besonders der stimulierte Binnenmarkt gewesen. Der japanische Markt für Photovoltaik-Anwendungen in Privathaushalten sei durch die einsetzenden Subventionen für den Einbau von Solarmodulen (Januar 2009) und die Überschuss-Einspeisevergütung (November 2009) erfolgreich stimuliert, die von vielen Nutzern bereits im vergangenen Quartal vorweggenommen worden sei.
Privathaushalte installierten im 3. Quartal 2009 rund 129 MW Photovoltaik-Leistung
Während im 3. Quartal 2008 nur etwa 50 MW installiert wurden, nahmen die Privathaushalte im selben Zeitraum 2009 rund 129 MW Photovoltaik-Nennleistung ab (+ 170%). Auch die Subventionen im Rahmen des “School New Deal” (seit Juni 2009) scheinen ihre Wirkung langsam zu entfalten: Wurden im Zeitraum Juli bis September 2008 nur 239 kW in öffentlichen Gebäuden verbaut, waren dies im selben Zeitraum dieses Jahres 1.227 kW (+ 413%).

Verkaufszahlen im Inland kräftig gestiegen
Während die Auslandsumsätze um 3,5 % im Vergleich zum 3. Quartal 2008 auf etwa 261 MW gestiegen sind, sei der eigentliche Treiber hinter den neuen Rekordzahlen der Binnenmarkt, besonders die japanischen Privathaushalte, betont die Handelskammer. Im Vorjahreszeitraum erreichte das Verhältnis Binnenabsatz/Auslandsabsatz mit nur noch 20 % Anteil ein Zweijahrestief. Durch die genannten Anreizsysteme der Regierung und auch der Kommunen konnte der Anteil des Binnenabsatzes im Zeitraum Juli bis September 2009 auf 52 % erhöht werden. Der Absatz im japanischen Markt wuchs um 160 % auf 137 MW.

Regierung erwägt Ausweitung der Einspeisevergütung
Mit dem Einsetzen der Überschusseinspeisevergütung am 01.11.2009 dürften sich die Zahlen für den japanischen Binnenmarkt auch im 4. Quartal noch einmal verbessern, so die Handelskammer. Weil die Regierung momentan eine Ausweitung der Einspeisevergütung bewerte, sei mittelfristig weiterhin von einer starken Wachstumstendenz auszugehen. Einzig die fragliche Fortsetzung der Solarzellen-Installationsförderung in Höhe von 70.000 Yen/kW (ca 530 €) ab Januar 2010 werfe einen Schatten auf diese Aussichten, dürfte aber vor Ablauf der Subvention für einen “Run” auf den Einbau von Solarmodulen sorgen.
Weitere Informationen zum japanischen Photovoltaik-Markt liefert “Cluster Business Japan” unter www.japan-cluster.net

18.11.2009 | Quelle: JAPAN-CONNECT; Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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