Photovoltaik-Produzent SOLON SE legt Zahlen zum dritten Quartal 2009 vor: EBIT auf minus 87 Mio. Euro gesunken

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Die Berliner SOLON SE (ISIN DE0007471195) veröffentlichte am 19. November 2009 ihren Zwischenbericht zum 30. September 2009. Die ersten neun Monate des Jahres seien durch eine im Jahresvergleich deutlich geringere Nachfrage nach Solartechnik geprägt gewesen sowie durch einen starken Rückgang der Verkaufspreise, der bis ins dritte Quartal anhielt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Folge verbesserter Renditemöglichkeiten für Kunden habe sich der Photovoltaik-Markt gegen Ende des dritten Quartals wieder belebt. Insbesondere deutsche Kunden fragten wieder verstärkt Solarstrom-Anlagen nach. So habe SOLON den Konzernumsatz im Vergleich zu den Vorquartalen 2009 erneut steigern können.
Auch im Geschäft mit Photovoltaik-Systemtechnik konnten neue Großaufträge gemeldet werden. Diese würden sich allerdings aufgrund der notwendigen Vorlaufzeiten größtenteils erst ab 2010 umsatz- und ergebnisseitig auswirken, so dass der Beitrag dieses Geschäftsbereichs zur Entwicklung des Gesamtkonzerns gegenwärtig noch hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Deutlicher Rückgang bei Umsatz und Gesamtleistung
Die oben beschriebene Marktsituation spiegelt sich in den vorgelegten Unternehmenszahlen der SOLON SE wider: So lag der Konzernumsatz mit 218,4 Millionen Euro um 66 % unter dem Vorjahr (Vorjahreszeitraum: 637,0 Mio. Euro). Die Gesamtleistung ging in den ersten neun Monaten des Jahres um 68 % auf 215,7 Millionen Euro zurück (Vorjahreszeitraum: 667,3 Mio. Euro). Der Anteil der im Berichtszeitraum im Segment Photovoltaik-Komponenten erwirtschafteten Konzernerlöse lag bei 65 %, während der Anteil des Segments Systemtechnik 35 % betrug. Rund 50 % der Konzernumsätze der ersten neun Monate des Jahres 2009 wurden in Deutschland erzielt. Von Januar bis September 2009 wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 75 MWp produziert, davon 36 MWp im dritten Quartal.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf minus 72,2 Gesamtleistung zurück (Vorjahreszeitraum: 58,5 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf minus 87,0 Gesamtleistung (Vorjahreszeitraum: 49,4 Mio. Euro). In den Ergebnissen seien jeweils Sondereffekte in einem Umfang von -36 Gesamtleistung enthalten, die aus Wertberichtigungen auf Vorräte infolge des starken Rückgangs der Verkaufspreise seit Jahresbeginn resultieren, betont SOLON.
Das Konzernergebnis nach Minderheiten betrug minus 146,7 Gesamtleistung (Vorjahreszeitraum: 27,3 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte aus der im Wesentlichen im zweiten Quartal vorgenommenen Abwertung von Beteiligungen ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Minderheiten in Höhe von minus 80,4 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt minus 6,42 Euro (Vorjahreszeitraum: 2,18 Euro).

Operatives Geschäft weiter hinter den Erwartungen zurückgeblieben
Während das operative Geschäft weiter hinter den Erwartungen zurückblieb, konnten auf Seiten der Bilanz und beim Cashflow Verbesserungen erzielt werden, so das Unternehmen. So hätten der weitere Abbau von Forderungen aus dem Spanien- und Italiengeschäft sowie der Rückgang des Vorratsbestandes zu einer erneuten Verringerung des Working Capital geführt. Es sei ein positiver operativer Cashflow in Höhe von 30,1 Millionen Euro erwirtschaftet worden (Vorjahreszeitraum: minus 31,7 Mio. Euro). Die Nettoverschuldung wurde leicht zurückgeführt und betrug zum Berichtsstichtag 384,2 Millionen Euro. Die derzeit mit den Kredit gebenden Banken geführten Verhandlungen zur Neustrukturierung der mittelfristigen Konzernfinanzierung seien weit fortgeschritten und sollen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Das im zweiten Quartal eingeleitete Restrukturierungsprogramm, das sowohl strategische Maßnahmen als auch Projekte zur Verbesserung der Kostenstruktur des Unternehmens umfasst, zeige bereits erste Erfolge. Diese ließen sich unter anderem an der Verbesserung der Liquiditätssituation ablesen.

Starkes Anziehen der weltweiten Nachfrage nach Solartechnik im kommenden Jahr erwartet
Auf der Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung geht der Vorstand für das laufende Quartal von einer Fortsetzung des im bisherigen Jahresverlauf registrierten kontinuierlichen Anstiegs der Quartalsumsätze aus. SOLON wird das Geschäftsjahr 2009 jedoch mit einem deutlich negativen operativen Ergebnis abschließen. Für das kommende Jahr wird ein starkes Anziehen der weltweiten Nachfrage nach Solartechnik bei einem langsameren Rückgang der Verkaufspreise als im laufenden Jahr erwartet. Ziel des SOLON-Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 ist die Rückkehr zu einem zweistelligen Umsatzwachstum und das Erreichen eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses.
Der vollständige Zwischenbericht der SOLON SE zum 30. September 2009 steht auf der Internetseite des Unternehmens zum Download zur Verfügung.

19.11.2009 | Quelle: SOLON SE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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