juwi baut Bioenergie kräftig aus; Projektentwickler realisiert mehrere Holzheizkraftwerke

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Die Wörrstädter juwi-Gruppe baut ihr Geschäft mit der Bioenergie kräftig aus. So will der rheinland-pfälzische Projektentwickler von Bioenergie-, Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen gemeinsam mit der PROLiGNIS Energie Consulting GmbH & Co. KG (Ingolstadt) eine Reihe von Holzheizkraftwerken bauen und langfristig die technische und kaufmännische Betriebsführung übernehmen, berichtet juwi in einer Pressemitteilung. Ausbauen wolle juwi auch die Produktion von Holzpellets sowie die Wärmelieferung (Contracting). “Wir haben eine Reihe von Projekten in der Pipeline, die sattes Wachstum versprechen. Die Mitarbeiterzahl wollen wir bis 2012 auf rund 60 verdreifachen”, sagt Jürgen Bohn, Geschäftsführer der juwi Bio GmbH.

Kooperation zwischen juwi und PROLiGNIS

“juwi und PROLiGNIS verfügen beide über großes Know-how und ergänzen sich hervorragend. Mit der Kooperation können wir unser Wissen und unsere Fähigkeiten bündeln und schaffen eine klassische Win-Win-Situation. Davon profitieren alle: PROLiGNIS, juwi und natürlich die Kunden”, so Bohn weiter. “Die kostengünstige und umweltschonende Energieerzeugung aus Holz stößt bei Industrie und Gewerbe mit hohem Energiebedarf, aber auch bei Kommunen auf immer größeres Interesse. Entsprechend kräftig steigt die Zahl der Anfragen”, ergänzt Tobias Mayinger, geschäftsführender Gesellschafter von PROLiGNIS.

Holzheizkraftwerke: Großer Effekt für den Klimaschutz

Holzheizkraftwerke, die mit naturbelassenem Energieholz, so genannten Holz-Hackschnitzeln, betrieben werden, sind ideale Energielieferanten. Sie produzieren nicht nur saubere Energie, sondern zeichnen sich auch durch höchste Effizienz aus. Laut einer Studie der Universität Augsburg zum Thema “Carbon Footprint” erzielen insbesondere Holzheizkraftwerke mit Kraft-Wärme- Kopplung im Bereich der Bioenergieerzeugung durch ihre geringen CO2-Emissionen einen großen Effekt für den Klimaschutz. Aus nachwachsenden Rohstoffen der Forstwirtschaft und der Landschaftspflege erzeugen Holzheizkraftwerke neben elektrischem Strom auch Prozessdampf und Wärme, die Kommunen sowie Gewerbe und Industrie über Nahwärmenetze zur Verfügung gestellt werden.

Größtmögliche Versorgungssicherheit durch regionale Energieholzlieferanten
Die geplanten Anlagen, die juwi und PROLiGNIS gemeinsam mit Investoren realisieren wollen, haben laut juwi jeweils eine elektrische Leistung von bis zu fünf Megawatt (MW) und können pro Jahr ca. 40 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Die thermische Leistung belaufe sich auf bis zu zehn Megawatt, womit bis zu 80 Millionen Kilowattstunden Heißwasser oder Dampf erzeugt werden können. “Größtmögliche Versorgungssicherheit garantiert unser nachhaltig tätiges Netzwerk aus regionalen Energieholzlieferanten”, sagt PROLiGNIS-Gesellschafter Heinz Lucas, verantwortlich für die bundesweite Energieholzbeschaffung.

Ausbau in bei Pellets, Biogas und Contracting
Kräftig ausbauen will juwi nach eigenen Angaben auch die Produktion von Holzpellets. Aktuell stelle das Unternehmen in seinem Werk in der Energielandschaft Morbach pro Jahr rund 24.000 Tonnen des umweltfreundlichen und preiswerten Brennmaterials her. In den nächsten drei Jahren wolle juwi vier weitere Pelletswerke errichten und die Produktion um ein Vielfaches erhöhen.
Ebenfalls optimistisch ist Bohn in Sachen Biogas, wo die rechtlichen Weichen für die Einspeisung von Biomethan ins allgemeine Gasnetz nun gestellt seien. “Wir werden eine Reihe von Biomethan-Anlagen realisieren”, betont Bohn. Auch das Contracting, die reine Wärmelieferung, komme in Schwung: In nächster Zeit stehe die Realisierung von drei Nahwärmenetzen an, über die Kommunen sowie Gewerbe und Industrie versorgt werden können.

29.11.2009 | Quelle: juwi Holding AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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