Industrieforum Pellets / Interpellets 2011: Kommunen und Gewerbe sparen mit Holzpellets

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Immer mehr Schulen, Krankenhäuser, Sporthallen oder Gewerbebetriebe werden mit Pellets geheizt. Je nach Größe der Anlage sparen die Betreiber dadurch mehrere Tausend Euro Brennstoffkosten pro Jahr, berichtet die Solar Promotion GmbH (Pforzheim) in einer Pressemitteilung. Das 11. Industrieforum Pellets und die Interpellets 2011 informieren Kommunen und Gewerbebetriebe, die auf Pellets umsteigen möchten.

Kommunen sollen Vorbild beim Ausbau der erneuerbaren Energien sein
Seit Mai müssen Kommunen nicht nur bei neuen, sondern auch bei bestehenden öffentlichen Gebäuden, die grundlegend renoviert werden, einen Teil ihres Wärme- und Kältebedarfs durch erneuerbare Energien decken. Sie sollen Vorbild beim Ausbau der erneuerbaren Energien sein. Am 1. Mai 2011 trat die entsprechende Novelle des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) in Kraft.
„Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass jährlich bei ca. 2.470 öffentlichen Gebäuden aufgrund der Vorbildfunktion in erneuerbare Energien investiert werden müsste. Insgesamt sind rund 190.000 öffentliche Gebäude von den Vorgaben betroffen“, sagt Martin Eggstein, Abteilungsleiter für Grundsatz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Betreiber von Pelletsgroßanlagen können viel Geld bei den Brennstoffkosten sparen
Viele Kommunen ebenso wie Gewerbebetriebe haben mit dem Einbau einer Pelletsheizung schon längst in erneuerbare Energien investiert, und ständig kommen neue dazu. Denn neben dem Wunsch, etwas für die Umwelt zu tun und ihre CO2-Emissionen zu verringern, können Betreiber von Pelletsgroßanlagen sehr viel Geld bei den Brennstoffkosten sparen, betont Solar Promotion. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI), Berlin, hat ausgerechnet, dass zum Beispiel eine Schule mit 200 Megawattstunden Energiebedarf pro Jahr mit Holzpellets bis zu 7.000 Euro an Heizkosten gegenüber Öl einsparen kann. Bei einem Gewerbebetrieb mit einem Energiebedarf von 2,2 Gigawattstunden seien es schon um die 58.000 Euro jährlich.
„Eine Pelletsheizung verbindet effektiven Klimaschutz mit hohen Kosteneinsparungen und ist deshalb in doppelter Hinsicht eine lohnende Anlage. Wir gehen vor allem in energieintensiven Branchen von einer weiteren Nachfragesteigerung aus“, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pelletverbandes e.V. (DEPV), Berlin. Ein Paradebeispiel für ein Unternehmen aus einer energieintensiven Branche sei der Pharmakonzern Pfizer, der vor knapp zwei Jahren in Freiburg eine 3,8 Megawatt-Anlage in Betrieb genommen hat und nun jedes Jahr bis zu 650.000 Euro Heizkosten einspare.

Großanlagen relativ günstiger als kleine Pelletskessel
Ohnehin sei die hohe Kostendegression bei den Investitionskosten ein Vorteil von Großanlagen gegenüber kleinen Pelletskesseln. Die spezifischen Investitionskosten pro installiertem Kilowatt Nennwärmeleistung nehmen bei einer Pelletsheizung mit wachsender Anlagengröße stark ab. Große Pelletsfeuerungen amortisieren sich deshalb schneller als kleinere. Das günstige Kostenverhältnis hätten auch Contracting-Dienstleister erkannt, die neben Kommunen inzwischen zu den häufigsten Kunden von Großkesselherstellern gehören sollen. Beim Contracting müssen klamme Gemeinden keine hohen Geldsummen für die Anfangsinvestitionen bereitstellen. Der Contractor baut und betreibt die Pelletsanlage, und die Kommunen bezahlen die Wärme, die sie geliefert bekommen.

Interpellets 2011 vom 5. bis 7. Oktober in Stuttgart
Doch unabhängig davon, wer eine Großanlage bauen möchte, wichtig sei die professionelle Planung der Anlage, zum Beispiel bezüglich der benötigten Kesselleistung oder der Lagergröße. Unterstützung dabei erhalten Besucher aus Kommunen und Gewerbe sowie TGA-Fachplaner und SHK-Fachleute auf der Interpellets 2011. Auf der Messe vom 5. bis 7. Oktober in Stuttgart wird erstmals ein „Beratungsforum Biomassefeuerungen“ veranstaltet, das eine unabhängige, neutrale und kostenfreie Beratung zu konkreten Projekten anbietet. Inhalte können zum Beispiel Auslegungsfragen und Problemstellungen bei geplanten Projekten oder allgemeine Informationen zum Thema Biomassefeuerungen in größeren Leistungsbereichen sein.

Anmeldung zur Beratung und Programm
Wer sich dafür interessiert, kann vorab Beratungstermine mit einem kompetenten Planer und Energieberater vereinbaren. Über die gesamte Messezeit stehen mehrere auf dem Gebiet der Biomassenutzung versierte Experten und Sachverständige für Einzeltermine zur Verfügung. Anmeldungen zu einem rund einstündigen, kostenfreien Beratungstermin sind ab Ende August online unter www.interpellets.de möglich.
Das 11. Industrieforum Pellets bietet am Mittwoch, den 5. Oktober, eine eigene Vortragsreihe zur gewerblichen und kommunalen Nutzung von Pellets. Themen sind unter anderem die Lagerraumsicherheit sowie der Einsatz von Pellets zur Strom- und Dampfproduktion. Das genaue Programm kann auf www.pelletsforum.de heruntergeladen werden.

22.08.2011 | Quelle: Solar Promotion GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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