Photovoltaik-Forscher der Universität von Toronto entwickeln neues Sprühverfahren zur Herstellung flexibler Solarzellen
„Mein Traum ist es, dass eines Tages zwei Techniker zu Ihnen kommen und Ihr Dach besprühen“, sagt Post-Doc Kramer vom Edward S. Rogers Sr. Department of Electrical & Computer Engineering.
Kostengünstige Solarzellen-Produktion rückt immer näher
Lichtempfindliche kolloidale Quantenpunkte auf einer flexiblen Folie könnten auf allen Arten von Oberflächen angebracht werden, zum Beispiel an Terrassenmöbeln oder auf Tragflächen von Flugzeugen. Auf der Fläche eines Autodachs könnte auf diese Weise genug Solarstrom für drei 100 Watt-Glühbirnen erzeugt werden, so Kramer.
Sprühverfahren funktioniert ähnlich wie der Zeitungsdruck
Kramer nennt sein System “sprayLD”, in Anlehnung an das „ALD“-Verfahren (atomic layer deposition), bei dem atomdünne Schichten aufgebracht werden. Das SprayLD-Verfahren ermögliche das direkte Beschichten flexibler Oberflächen wie Plastikfolien und funktioniert ähnlich wie das Bedrucken von Zeitungspapier mit Tinte.
In zwei Forschungsbeiträgen, die in den Zeitschriften Advanced Materials und Applied Physics Letters veröffentlicht wurden, zeigt Kramer, dass seine Methode für flexible Materialien eingesetzt werden kann, ohne dass Wirkungsgrad-Verluste bei den Solarzellen eintreten.
11.12.2014 | Quelle: University of Toronto | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH
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