Photovoltaik-Zubau in Belgien brach 2014 auf 65 Megawatt ein; schlechtestes Jahr seit 2008

Für alle drei Regionen Belgiens meldet die belgische Agentur für erneuerbare Energien (APERe) 2014 einen starken Rückgang der Photovoltaik-Aktivitäten. Der Zubau betrug gerade einmal 65 Megawatt.

Damit kam das Land zum Jahresende auf eine installierte PV-Leistung von 3,1 Gigawatt.
Das entspricht einer installierten Pro-Kopf-Leistung von 277 Watt und deckt 16 % des privaten bzw. 3,4 % des gesamten Strombedarfs in Belgien.
2014 war in Sachen Photovoltaik-Ausbau das schlechteste Jahr in Belgien seit 2008. Es wurden viermal weniger Solarstrom-Anlagen (nach Nennleistung) installiert als 2013 und sogar zehnmal weniger als 2012.

Sehr viele kleine Photovoltaik-Anlagen aufgrund der Förderung des Eigenstrom-Verbrauchs
Der belgische Photovoltaik-Markt zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr viele kleine Privatanlagen gibt: Jeder dritte Haushalt verfügt nach Angaben von APERe über eine eigene Solarstrom-Anlage – in diesem Punkt ist Belgien weltweit führend. Grund sei die Förderung des dezentralen Eigenstrom-Verbrauchs, betont der Verband.
In Wallonien war der Zubau 2014 mit 33 MW so schwach wie im Vorjahr. Mehr als die Hälfte davon wurde von Unternehmen installiert.

Höchste installierte Photovoltaik-Leistung in Flandern
In Flandern betrug der PV-Zubau im Berichtsjahr lediglich 31 MW – dennoch hat diese Region die höchste installierte Leistung in Belgien (2,2 GW).
Und auch in der Region Brüssel schwächelt der Markt: Gab es 2012 und 2013 noch mehrere Großprojekte, meldet der Verband 2014 nur zwei neue Anlagen mit einer Nennleistung über 250 kW, obwohl sich an der Förderung seit 2013 nichts geändert hat.
Weitere Statistiken gibt es unter www.apere.org (dort unter „Observatoire des énergies renouvelables“).

25.03.2015 | Quelle: APERe | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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