STA: Britische Regierung schafft Vorab-Registrierung zur Photovoltaik-Einspeisevergütung ab und ignoriert Widerstand der Erneuerbaren-Industrie

Die britische Regierung hat am 09.09.2015 ihre Entscheidung bekräftigt, die verhindert, dass bei großen gewerblichen Photovoltaik-Dachanlagen und kleineren Solar-Farmen klar ist, wie hoch die Einspeisevergütung nach Fertigstellung ausfällt, berichtet der britische Solar-Handelsverband STA.

Nun ist es nicht mehr möglich, ein Projekt zu einer festen Vergütung anzumelden. Somit könnte es bei komplexeren gewerblichen oder gemeinschaftlichen Projekten, die länger dauern, passieren, dass die Einspeisevergütung zwischen Projektbeginn und Fertigstellung immer weiter sinkt, erklärt STA.
Erst vor zwei Wochen hatte die Regierung vorgeschlagen, die Photovoltaik-Vergütung für private und gewerbliche Anlagen sowie große Kraftwerke ab Januar 2016 um bis zu 87 % zu kürzen. Es sei zu befürchten, dass das gesamte Programm abgeschafft wird.
„Nur 16 von 2.372 Befragten waren dafür, die Vorab-Registrierung abzuschaffen, und dennoch hat die Regierung es getan. Sie hat den überwältigenden Widerstand aus der Erneuerbaren-Industrie und darüber hinaus einfach ignoriert“, kommentiert Leonie Greene vom STA.
„Das ist die falsche Richtung. Die Abschaffung der Vorab-Zulassung und die einschneidenden Förderkürzungen laufen der öffentlichen Meinung zuwider. 80 % der Menschen unterstützen die Photovoltaik, mehr als jede andere Technologie.“
Vor gut zwei Wochen hat eine Allianz aus über 100 Organisationen einen Brief an den Premierminister geschrieben, in dem sie ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht haben.

10.09.2015 | Quelle: STA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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