ENERTRAG baut Hochspannungsnetz für erneuerbare Energien aus

ENERTRAG verbindet Windkraft-, Biogas- und Wasserstoffanlage
ENERTRAG verbindet Windkraft-, Biogas- und Wasserstoffanlage

Die ENERTRAG AG (Dauerthal) baut ihr Hochspannungsnetz für erneuerbare Energien auf eine Kapazität von 410 Megawatt (MW) aus, berichtet das Energieunternehmen in einer Pressemitteilung. Insgesamt 375.000 Haushalte könnten bei voller Nutzung der Kapazität ihren Jahresstromverbrauch durch die Stromerträge der angeschlossenen Wind- und Biogasanlagen decken. Das weltweit einmalige Einspeisenetz ermögliche durch die eigens entwickelte Software "PowerSystem" eine besonders präzise Überwachung und Steuerung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen in der Uckermark. Es schafft laut ENERTRAG eine der Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Windenergie in Brandenburg. Die bisherigen Investitionen in das Netz belaufen sich laut ENERTRAG auf 32,5 Millionen Euro.

Insgesamt besteht das ENERTRAG-Netz in der Uckermark derzeit aus 250 Kilometern Erdkabeln mit Temperaturüberwachung sowie vier Umspannwerken. Damit können Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von momentan 260 MW und Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 20 MW direkt in das europäische Verbundnetz einspeisen. Die jüngste Erweiterung des Umspannwerkes "Bertikow" bei Prenzlau durch den neuen Transformator "Alte Tante" sei notwendig geworden, da der bisherige Transformator "Alte Dame" bereits voll ausgelastet sei.

 

Kraftwerk Uckermark

"Unserem Einspeisenetz und den daran angeschlossenen Energieanlagen haben wir den Namen 'Kraftwerk Uckermark' gegeben, weil sie die natürlichen Ressourcen der Region nutzen, um umweltfreundliche Energie zu erzeugen. Durch die eigene Infrastruktur und das "PowerSystem" können wir die Anlagen außerdem so steuern, dass Überlastungen des Netzes vermieden werden", erklärt Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender der ENERTRAG AG.

 

Hybridkraftwerk arbeitet mit Wasserstoff, Wind und Biogas

Im kommenden Jahr werde ein Wasserstoff-Wind-Biogas-Hybridkraftwerk das Kraftwerk Uckermark ergänzen, um die erneuerbaren Stromerträge zusätzlich an den Bedarf der Verbraucher anzupassen und Windenergie auch als Kraftstoff nutzbar zu machen. Mit Hilfe des Projektes, für das Bundeskanzlerin Angela Merkel im April dieses Jahres den Grundstein legte, wird überschüssige Windenergie in Form von Wasserstoff gespeichert. Dieser kann als Kraftstoff für CO2-freie Mobilität eingesetzt oder in Zeiten geringer Windstromproduktion zur Stromerzeugung genutzt werden.

 

15.12.2009 | Quelle: ENERTRAG AG, ots | solarserver.de © Heindl Server GmbH