Solar-Fabrik eröffnete Niederlassung in Südafrika

Die Freiburger Solar-Fabrik GmbH hat am 6. Dezember 1999 in Pretoria (Südafrika) eine Niederlassung eröffnet. Der Solarunternehmer Georg Salvamoser will von dort aus den schlummernden Milliardenmarkt in netzfernen Regionen strategisch erschließen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin weihte die neue Solar-Fabrik ein. Er sei überzeugt, äußerte der Minister, dass die Solarfabrik auch in…

Die Freiburger Solar-Fabrik GmbH hat am 6. Dezember 1999 in Pretoria (Südafrika) eine Niederlassung eröffnet. Der Solarunternehmer Georg Salvamoser will von dort aus den schlummernden Milliardenmarkt in netzfernen Regionen strategisch erschließen.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin weihte die neue Solar-Fabrik ein. Er sei überzeugt, äußerte der Minister, dass die Solarfabrik auch in diesem Markt Erfolg haben werde. Georg Salvamoser teilt diese Ansicht: „Der große Bedarf nach dezentralen Stromversorgungstechniken in Südafrika ist für uns ein wichtiger Grund für die Eröffnung der Niederlassung“. Geleitet wird die südafrikanische Niederlassung von Henning Holm, der in Südafrika als Architekt seit mehr als 10 Jahren im Bereich erneuerbarer Energien arbeitet. In Freiburg ist Exportmanager Rafael Wiese für den Kontakt nach Südafrika zuständig. Nach seiner Meinung entwickelt sich die dezentrale Solarstromversorgung in netzfernen Regionen zu einem gigantischen Milliardenmarkt. „Weltweit steigt der Ausbau der Photovoltaik bereits heute um jährlich mehr als 20 Prozent.“ Dieser Trend werde auch in Zukunft weiter anhalten. „Immerhin leben auf der Erde mehr als zwei Milliarden Menschen ohne Stromversorgung. Solarstrom ist nicht nur der ökologischste, sondern in der Regel auch der ökonomischste Weg der Elektrifizierung“, so Wiese.

In Südafrika wird der Weg der dezentralen Solarstromversorgung seit längerem gegangen. In dem 1,2 Mio. Quadratkilometer fassenden Land sind bereits über 100.000 qm Solarmodule in Betrieb, überwiegend im Bereich Telekommunikation, aber auch in Kliniken, Schulen, ländlichen Siedlungen und zur Energieversorgung von Bewässerungsanlagen. Eine Studie der International Solar Energy Society (ISES), dem Weltdachverband der Solarforscher, prognostiziert für Südafrika einen zukünftigen Ausbau von jährlich 15 Megawatt Photovoltaikleistung. Das entspricht einem Jahresbedarf von 300.000 Solarstrommodulen. Im Jahre 2010 sollen mehr als 1.500 Schulen, 1.700 Kliniken und über 2 Millionen Haushalte mit Solarstrom versorgt werden.

Quelle: Solarfabrik GmbH, ISES, 18.01.2000

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