Börse: Aufwärtstrend für Photovoltaik-Hersteller

Die an der Börse notierten Hersteller von Solarstrom-Anlagen wurden Ende Februar 2000 deutlich besser notiert als in den Vormonaten. Sowohl die Solon AG für Solartechnik, Berlin, als auch die S.A.G Solarstrom AG in Freiburg und die Bonner SolarWorld AG konnten zum Monatsende deutliche Kursgewinne verbuchen. Das am 25.02.2000 im Bundestag…

Die an der Börse notierten Hersteller von Solarstrom-Anlagen wurden Ende Februar 2000 deutlich besser notiert als in den Vormonaten. Sowohl die Solon AG für Solartechnik, Berlin, als auch die S.A.G Solarstrom AG in Freiburg und die Bonner SolarWorld AG konnten zum Monatsende deutliche Kursgewinne verbuchen. Das am 25.02.2000 im Bundestag verabschiedete Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) scheint sich nicht nur positiv auf die Stimmung der Branche, sondern auch auf die Börse auszuwirken.

Die SolarWorld-Aktie erreichte vor einigen Tagen sogar ihren Höchststand. Sie wurde am 28./29.2.2000 an der Düsseldorfer Börse über 50 Euro notiert. Der Kurs der Aktie lag kurze Zeit bei 57,70 Euro, dem bisher besten Wert seit dem Börsengang des expandierenden Unternehmens. Und sie pendelt sich offenbar auf einem höheren Niveau als im Vorjahr ein: Die Aktien, die bei der Kapitalerhöhung im August 1999 noch 27 DM kosteten, liegen derzeit etwa zwischen 40 und 45 Euro.
Bereits im Dezember 1999 war es dem deutschen Solarkraftwerksproduzenten mit der 70prozentigen Übernahme des schwedischen Modulherstellers „Gällivare Photo Voltaic“ gelungen, einen großen Teil der „solarwirtschaftlichen Wertschöpfungskette“ im Unternehmen zu vereinigen. Nach eigenen Angaben hat die junge AG den Umsatzerlös im Geschäftsjahr 1999, bezogen auf das Vorjahr, um 70 Prozent gesteigert.

Auch künftig will das Unternehmen kräftig zulegen. Geplant ist ein „Sonnenfonds“ für Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 5 Megawatt.
„Mit dem neuen Gesetz besteht nun Rechtssicherheit für die Investoren des Fonds, so dass wir umgehend mit der Umsetzung der ersten Projekte beginnen werden“, so Frank H. Asbeck von der SolarWorld AG. „Bis heute haben wir eine Vielzahl interessanter Standorte im sonnenbegünstigten Rheinland und anderen Regionen der Bundesrepublik akquirieren können. Zur Nutzung der Dachflächen für den Bau von Solarstromanlagen sind wir mit einer Reihe deutscher Großkonzerne im intensiven Gespräch.“

Quelle: SolarWorld AG ; eigener Bericht, 02.03.2000.

Schließen