Neues Umwelt-Informationsnetzwerk erschließt 50.000 Webseiten

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat am Freitag das größte Informationsnetzwerk Deutschlands für den Bereich Umwelt gestartet. Das German Environmental Information Network (GEIN) ist Ergebnis enger Kooperation von Bund und Ländern. Die erste Adresse für den Kontakt zu Bundes- und Landesbehörden wird vom Umweltbundesamt betreut und entstand aus einem Projekt im…

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat am Freitag das größte Informationsnetzwerk Deutschlands für den Bereich Umwelt gestartet. Das German Environmental Information Network (GEIN) ist Ergebnis enger Kooperation von Bund und Ländern. Die erste Adresse für den Kontakt zu Bundes- und Landesbehörden wird vom Umweltbundesamt betreut und entstand aus einem Projekt im Rahmen des Umweltforschungsplans (UFOPLAN).

Das Umweltinformationsnetz Deutschland erschließt die Internetangebote zahlreicher öffentlicher Einrichtungen. Der neue Dienst bündelt Informationen, die bisher auf Ämter, Ministerien und andere staatliche Institutionen verteilt waren. Das GEIN soll nach dem Willen der Initiatoren als Informationsbroker wirken: Der neue Dienst erfasst über 50.000 einzelne Webseiten sowie zahlreiche Schnittstellen zu Informationen, die in Datenbanken gespeichert sind. Über das Informationsnetzwerk werden nun auch die für herkömmliche Suchmaschinen verborgenen, dynamischen Webangebote zugänglich gemacht. Die Fachdaten, die in den Katalogen des Bundes und der Länder bereitgestellt werden, können nun einfach und komfortabel abgefragt werden.

Die Umweltinformationen können auf verschiedenen Wegen gesucht werden: Nach Themen zusammengestellte Portalseiten erleichtern den Überblick. Die einfache Textsuche wird durch so genannte Thesauri ergänzt. Diese Begriffsverzeichnisse helfen, das Fachvokabular zu verstehen. Spezialgebiete werden über einen vertieften Zugang zu weiteren ausgewählten Themen erschlossen. Ein „Umweltkalender“ stellt den Zeitbezug von Ereignissen her. So kann hier beispielsweise ermittelt werden, wann die „Konferenz von Rio“ stattfand.Bleiben dennoch Fragen offen, unterstützt ein „Lotse“ die Besucher bei der Recherche.

Die Angebotspalette des Informationsnetzes ist breit: Von „Abfall“ und „Boden“ über „Energie“ und „Ernährung“ bis hin zu „Wasser“ und „Wirtschaft“ reicht das Spektrum. Texte und teilweise sogar Videoclips tragen dazu bei, Themen wie Gentechnik, Strahlung, Lärm oder Umweltrecht auch für interessierte Bürger verständlich zu machen.

Quellen: heise online, Newsticker. GEIN. 13.06.2000.

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