Fraunhofer ISE entwickelt neue Produkte mit Solartechnik

Einen großen Markt für photovoltaische Geräte hat das Fraunhofer Institut für solare Energiesystem (ISE) ausgemacht. In einem Programm des Bundeswirtschaftsministeriums wird in Freiburg eine Reihe praktischer Produkte entwickelt, die ihre Energie aus Solarzellen beziehen. Einige davon sind bereits auf dem Markt; neue Projektideen stets willkommen: Die multifunktionale Notruf- und Informationssäule…

Einen großen Markt für photovoltaische Geräte hat das Fraunhofer Institut für solare Energiesystem (ISE) ausgemacht. In einem Programm des Bundeswirtschaftsministeriums wird in Freiburg eine Reihe praktischer Produkte entwickelt, die ihre Energie aus Solarzellen beziehen. Einige davon sind bereits auf dem Markt; neue Projektideen stets willkommen:

Die multifunktionale Notruf- und Informationssäule ist durch ein Solarmodul unabhängig von externer Stromversorgung. Mit seiner Schnittstelle zur drahtlosen Kommunikation und programmierbarer Zielwahl soll das „Infoterminal“ mehr als nur Hilfe rufen können. Auch der Wetterbericht oder die Verkehrslage könnten abgefragt werden. Einsatzmöglichkeiten sehen die Forscher des ISE nicht nur an den zahlreichen Badeseen, sondern überall dort, wo Kabelverlegung und Strombezug teuer würden: An Straßen, Skipisten oder bei Open-Air-Veranstaltungen. Selbst die direkte Verbindung zum Eismann sei möglich, veranschaulicht der Projektleiter, Dipl.-Ing Werner Roth die Mehrfachnutzung des Terminals mit einem Augenzwinkern. Die Technik des Terminals soll höchsten Ansprüchen genügen. Das Energiemanagement wurde perfektioniert, damit die Säule ihre Aufgabe hunderprozentig erfüllt. Für einen Notruf wird immer eine Kraftreserve bereitgehalten. Auch Beschädigungen und „bierselige Badegäste“ wurden einkalkuliert – kritische Zustände meldet das Terminal selbständig an die Zentrale.

Photovoltaik soll in drei weiteren Anwendungen mehr Komfort bei niedrigeren Kosten bieten: Eine energieautarke Info-Tafel für Bus- und Bahnhaltestellen, die von der Sonne aufgeladene Fahrradleuchte und ein Solar-Rolladen fürs Dachfenster sind ebenfalls spruchreif. Den Alltag der Planer und Entwickler erleichtert Hard- und Software aus dem ISE. Das elektonische Gerät „PV-Watch“ überwacht die Funktion des Solarkraftwerk auf dem Dach; ein neues Niederspannungsmodul liefert maßgeschneidert kleine Energiemengen, die bisher aus Batterien kamen. Das Simulationsprogramm „PVS“ hilft künftig, auch Photovoltaiksysteme im Innenbereich auszulegen. Und mit dem „Solar-Home-Tester“ können kleine PV-Systeme abgecheckt werden – ohne das man dazu Experte sein muß.

Quelle: Fraunhofer ISE, 31.07.2000.

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