100.000 Dächer: Mittel fließen wieder

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen hat die Voraussetzung für die vollständige Bewilligung der für 2000 zugesagten Kredite für Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 50 Megawatt geschaffen. In den nächsten Wochen werden zahlreiche Antragsteller eine Zusage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms erhalten. 34,5 Megawatt sind…

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen hat die Voraussetzung für die vollständige Bewilligung der für 2000 zugesagten Kredite für Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 50 Megawatt geschaffen. In den nächsten Wochen werden zahlreiche Antragsteller eine Zusage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms erhalten. 34,5 Megawatt sind bereits vergeben, 15,5 Megawatt sollen noch dieses Jahr dazukommen. Das teilt die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. in einem aktuellen Rundschreiben mit.

Zusätzlich zum 100.000 Dächer-Programm soll ein neues Darlehensangebot für PV-Anlagen aus Eigenmitteln der KfW mit einem Zinssatz von 3,95 Prozent angeboten werden. Das Ministerium griff einen Vorschlag der Kfw auf, die damit dem zwischenzeitlich aufgestauten Investitionsinteresse begegnen will. Die bei der Bundes-Förderbank vorliegenden Anträge gehen weit über die 50 MW-Marge hinaus. Mit dem zusätzlichen Angebot sollen „schnell“ entschlossene Investoren unter den Antragstellern in die Lage versetzt werden, kurzfristig zu etwas höheren Zinsen ihr Solarkraftwerk zu bauen. Das neue Darlehensangebot könnte auch für gewerbliche Antragsteller interessant sein, da es im Gegensatz zum 100.000 Dächer-Programm keine Beschränkung des Finanzierungsanteils enthalten soll.

Die KfW will die Konditionen im Detail noch im Oktober bekanntgeben. Alle, die einen 100.000 Dächer-Kredit beantragt haben, sollen mit einem Rundschreiben über die Alternative informiert werden. Das 100.000 Dächer-Programm selbst bleibt unverändert. Bauwillige können künftig zwischen beiden Möglichkeiten wählen.

Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V., 16.10.2000

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