Klimaschutz: Bundesregierung und Wirtschaft unterzeichnen Vereinbarung

Die CO2-Emissionen der Wirtschaft sollen bis 2005 um 28 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Bundeskanzler Schröder, Umweltminister Trittin und Bundeswirtschaftsminister Müller haben am Mittwoch, den 07.11.2000, gemeinsam mit den Präsidenten des BDI, Hans-Olaf Henkel, der VDEW, Günter Marquis, und des VIK, Horst R. Wolf, sowie dem Vizepräsidenten des BGW, Erich…

Die CO2-Emissionen der Wirtschaft sollen bis 2005 um 28 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Bundeskanzler Schröder, Umweltminister Trittin und Bundeswirtschaftsminister Müller haben am Mittwoch, den 07.11.2000, gemeinsam mit den Präsidenten des BDI, Hans-Olaf Henkel, der VDEW, Günter Marquis, und des VIK, Horst R. Wolf, sowie dem Vizepräsidenten des BGW, Erich Deppe, eine weitere Vereinbarung zum Klimaschutz unterzeichnet. Die Vertragspartner werten die Übereinkunft als Beispiel dafür, dass ambitionierte Umweltziele im Konsens festgelegt werden können. Sie enthalte nicht nur ein deutlich anspruchsvolleres CO²-Minderungsziel als bisher für das Jahr 2005, sondern erstmals auch eine auf die sechs Treibhausgase des Kyoto-Protokolls bezogene Zielsetzung für 2012.

Die Bundesverbände der Deutschen Industrie (BDI), der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) und der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) sagten zusätzliche Anstrengungen zu, um ihre spezifischen CO2-Emissionen deutlich über die bisherige Zusage (Reduktion um 20 Prozent) hinaus zu senken. Mit dieser Selbstverpflichtung will die deutsche Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zum nationalen CO2-Minderungsziel der Bundesregierung (Reduzierung der CO2-Emissionen um 25 Prozent bis 2005) leisten. Regierung und Wirtschaft gehen davon aus, dass mit der Umsetzung der neuen Zielmarke bis 2005 ein zusätzliches CO2-Minderungspotenzial von 10 Millionen Tonnen erschlossen wird.

Darüber hinaus sagt die Wirtschaft zu, ihre spezifischen Emissionen der sechs Treibhausgase des Kyoto-Protokolls bis 2012 gegenüber 1990 um 35 Prozent zu reduzieren. Bundesregierung und Wirtschaft erwarten hiervon eine Minderung der Treibhausgas-Emissionen um weitere 10 Millionen Tonnen. International ist die Vereinbarung nach Auffassung der Regierung als beispielhaft anzusehen. Sie umfasse 80 Prozent des Energieverbrauchs der Industrie sowie – über die Beteiligung der Gas-, der Mineralöl- und der Elektrizitätswirtschaft – weite Bereiche des Energieverbrauchs der privaten Haushalte und des Kleinverbrauchs. In keinem anderen Land habe sich die Wirtschaft zu vergleichbaren Klimaschutzzielen verpflichtet. An die bevorstehende Klimakonferenz in Den Haag soll damit das Signal gesendet werden, dass durch eigenverantwortliches Handeln der Wirtschaft weitreichende Klimaschutzziele erreichbar sind.

Quelle: Bundespresseamt , 10.11.2000

Schließen