Marktanreizprogramm: Zusätzlich 100 Millionen für 2001

Die Mittel für das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien sollen im kommenden Jahr von 200 Millionen DM auf 300 Millionen aufgestockt werden. Das berichtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) in einem Rundschreiben. Der Haushaltsausschuß des Bundestages habe die zusätzlichen Gelder am Freitag, den 17.11. mit den Stimmen beider Koalitionsfraktionen beschlossen. Mit dem…

Die Mittel für das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien sollen im kommenden Jahr von 200 Millionen DM auf 300 Millionen aufgestockt werden. Das berichtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) in einem Rundschreiben. Der Haushaltsausschuß des Bundestages habe die zusätzlichen Gelder am Freitag, den 17.11. mit den Stimmen beider Koalitionsfraktionen beschlossen. Mit dem Ausbau des Programms solle die mittelfristige Planungssicherheit für das weitere Wachstum der Solarthermie-Nachfrage in Deutschland gesichert werden.

Die UVS hat nach eigenen Angaben im Vorfeld der Ausschuss-Sitzung eine deutliche finanzielle Aufstockung des Bundesprogrammes gefordert und intensive Lobbyarbeit betrieben. Die von der Vereinigung geforderte Verdoppelung des Programmrahmens wurde jedoch nicht beschlossen. Für das nächste Jahr rechnen die Solar-Unternehmer mit einer Nachfrage nach Zuschüssen für solarthermische Anlagen in Höhe von etwa 300 Millionen DM. Die Zuschüsse für Solaranlagen, die Nutzung der Geothermie und Biomasse-Anlagen werden vom Bundesamt für Wirtschaft vergeben. Die UVS erwartet, dass aus diesem Jahr rund 35 Millionen DM in das nächste Jahr überschrieben werden, so dass für 2001 Mittel in Höhe von insgesamt 335 Millionen DM bereitstehen würden.

Solaranlagen werden über das Marktanreizprogramm mit Zuschüssen bis zu 20% der Investitionskosten gefördert. Für Flachkollektoren bis 100 m2 Kollektorfläche gibt es 250 DM/m2; Röhrenkollektoren bis 75 m2 Kollektorfläche werden mit 325 DM/m2 bezuschusst. Bei größeren Anlagen verringern sich die Fördersätze auf 125 DM/m2 (Flachkollektoren) bzw. 160 DM/m2 (Röhrenkollektoren). Wird gleichzeitig mit der Installation der Solaranlage die Heizung modernisiert und die Wärmedämmung verbessert, verdoppeln sich die Förderbeträge.

Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), 20.11.2000

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