Weltklimagipfel: BUND ermutigt Trittin, die Kyoto-Beschlüsse durchzusetzen

Anlässlich des Weltklimagipfels in Den Haag hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Bundesumweltminister Jürgen Trittin eine Eilbotschaft überreicht. Darin wurde der Minister ermutigt, auf die Einhaltung der Beschlüsse von Kyoto zu bestehen. „Wir werden von unserer Seite alles dafür tun, dass es zu keiner Verwässerung des Kyoto-Protokolls…

Anlässlich des Weltklimagipfels in Den Haag hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Bundesumweltminister Jürgen Trittin eine Eilbotschaft überreicht. Darin wurde der Minister ermutigt, auf die Einhaltung der Beschlüsse von Kyoto zu bestehen. „Wir werden von unserer Seite alles dafür tun, dass es zu keiner Verwässerung des Kyoto-Protokolls kommt und sich die Bremserländer mit ihrer Blockadehaltung nicht durchsetzen“ hieß es in der Erklärung. Der BUND bewertet die Absenkung des weltweiten CO²-Ausstoßes als entscheidendes Kriterium für den Erfolg des Gipfels.

Vor allem die USA, Australien, Kanada und Japan versuchten durch zahlreiche Hintertüren die Verpflichtungen zum Klimaschutz durch das Abkommen umgehen, kritisierte der BUND. Der Umweltschutzverband appelliert an alle fortschrittlichen Länder, gemeinsam Druck auf jene Länder auszuüben. Der BUND verlangt die schnellstmögliche Ratifizierung des Klimaschutz-Protokolls durch die Industrieländer und die weitere drastische Reduzierung der Treibhausgase.

Als symbolische Aufforderung, gegen den Strom der Verhinderer von Klimaschutzmaßnahmen an zu rudern, übergaben die Umweltschützer dem Minister ein Schlauchboot mit der Aufschrift „Klima schützen – volle Kraft voraus!“ samt Ruder. Es soll auf die klimabedingten Hochwasserkatastrophen in Italien und Großbritannien anspielen. Gemeinsam mit Umweltschützern aus aller Welt hatte der BUND am 18. November um das Konferenzgebäude einen kilometerlangen und 1,5 Meter hohen Deich errichtet. Auf diese Weise sollte an die dramatischen Folgen des Klimawandels erinnert und zu konsequentem Handeln aufgefordert werden. Damit die Bundesrepublik in der internationalen Klimapolitik auch nach 2005 eine Vorreiterrolle einnehme, wurden weiter Forderungen gestellt: Bis 2020 soll die Senkung des Ausstoßes an klimawirksamen Gasen gegenüber 1990 um 40 Prozent verringert werden.

Weitere Informationen sowie die BUND-Forderungen für Den Haag sind erhältlich bei der BUND-Pressestelle, Tel: 030-27586-425/-464/-489, Fax: -449; eMail: presse@bund.net; das Pressearchiv im Internet: www.bund.net/aktuell

Quelle: BUND, 21.11.2000

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