Primärenergieverbrauch in Deutschland stagniert

Nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurden im Jahr 2000 rund 484 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) verbraucht. Das waren 0,2 % weniger als im Vorjahr.   Zwei gegenläufige Tendenzen haben diese Entwicklung beeinflusst, berichtet die Arbeitsgemeinschaft: Das im Vergleich zu 1999 wärmere Jahr und die günstige konjunkturelle Entwicklung – das…

Nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurden im Jahr 2000 rund 484 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) verbraucht. Das waren 0,2 % weniger als im Vorjahr.   Zwei gegenläufige Tendenzen haben diese Entwicklung beeinflusst, berichtet die Arbeitsgemeinschaft: Das im Vergleich zu 1999 wärmere Jahr und die günstige konjunkturelle Entwicklung – das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr lag bei rund 3 %.

Der Absatzrückgang beim Heizöl setzte sich gegenüber den Vorjahren abgeschwächt fort. Der Benzinverbrauch sank auf Grund verringerter Fahrleistungen und sparsamerer Fahrzeuge um 4,3 %, während der Dieselverbrauch fast gleich blieb. Insgesamt wurden 2,4 % weniger Mineralöl verbraucht als 1999. Die Braunkohle legte von allen fossilen Energieträgern am kräftigsten zu und verbuchte mit 52,6 Millionen Tonnen SKE ein Plus von 5 %. Hier wirkte sich die Inbetriebnahme der neuen ostdeutschen Braunkohlenkraftwerke in Lippendorf und Boxberg aus. Mehr als 90 % der gesamten Braunkohlenförderung wurden zur Stromerzeugung eingesetzt.

Der Umfang der Stromerzeugung durch Kernkraftwerke veränderte sich gegenüber dem Vorjahr kaum. Der Beitrag der Wasserkraftwerke und vor allem der Windkraftanlagen stieg um 0,7 Millionen Tonnen SKE – ein Plus von 23 %. Wind- und Wasserkraft liefern zusammen mit den „sonstigen“ Energieträgern (hierunter fallen Solarenergie, Biomasse und Geothermie) 2,7 % der Primärenergie.

23.01.2001   Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

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